Bochum vor dem entscheidenden Schritt

Sonntag gegen Cottbus

Neue Hiobsbotschaft für den VfL und besonders für Lukas Sinkiewicz: Der ehemalige Nationalspieler verletzte sich im Training am Freitag schwer und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Die Diagnose: Schulter-Luxation und Ausfall bis zum Saisonende.

BOCHUM

von Von Uli Kienel

, 11.04.2014, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bochum vor dem entscheidenden Schritt

Auf Tore von Richard Sukuta-Pasu hoffen nicht nur die VfL-Verantwortlichen am Sonntag im Spiel gegen Cottbus.

Peter Neururer brach die Trainingseinheit daraufhin ab. "Lukas ist ein vorbildlicher Charakter und einer unserer Führungsspieler, auch wenn er wegen vieler Verletzungen nicht so viele Spielanteile hat", meinte Bochums Trainer wenig später bei der Spieltags-Pressekonferenz. "Aber Lukas ist immer wieder zirückgekommen und hätte auch am Sonntag einen Platz im Kader sicher gehabt."

Einen Platz in der Mannschaft hätte Danny Latza auf jeden Fall sicher, aber auch diese Personalie ist weiter fraglich. Der Mittelfeldspieler, der sich im Training eine Mittelfußprellung zugezogen hatte (RN berichteten), fehlte am Freitag bei der Übungseinheit. "Es sieht nicht gut aus, aber wir wollen nicht jammern. Wir haben in fast allen Bereichen personelle Alternativen", stellte Peter Neururer klar. Sollte Latza bis Sonntag nicht fit werden, wäre der bosnische Nationalspieler Adnan Zahirovic die erste personelle Alternative.

Immerhin gab es auch eine positive Nachricht: Piotr Cwielong konnte nach seiner Oberschenkelprellung schmerzfrei trainieren und ist zu einhundert Prozent belastbar. Nach Mirkan Aydins Ausfall kann der VfL-Trainer in seiner Offensivabteilung keine weiteren Probleme gebrauchen. Die VfL-Offensive wird demnach am Sonntag von Yusuke Tasaka, Richard Sukuta-Pasu und eben Cwielong gebildet.

"Kein Endspiel"

Über die Bedeutung der Begegnung ist unter der Woche viel diskutiert worden. "Es ist ganz sicher kein Endspiel", sagt Peter Neururer, "aber von der Einstellung her werden wir es garantiert so angehen." Denn sollte der VfL Bochum zum vierten Mal in dieser Saison ein Heimspiel gewinnen, dürfte dies der entscheidende Schritt in Richtung Klassenerhalt gewesen sein. "Zumindest Cottbus könnte danach nicht mehr an uns vorbeiziehen", so der VfL-Trainer, der aber auch die ursprünglich ausgegebene Saisonvorgabe nicht aus den Augen verlieren will: "Wir wollen auf jeden Fall weiter auf der aktiven Seite bleiben. Einen Tabellenplatz zwischen acht und zwölf zu belegen, ist nach wie vor möglich."

7 Punkte in 14 Auswärtsspielen

Dafür ist ein Heimsieg gegen den Tabellenletzten die Grundvoraussetzung. Die Lausitzer haben es in bislang 14 Auswärtsspielen lediglich auf sieben Punkte (ein Sieg, vier Unentschieden) gebracht. Davor muss sich kein Liga-Konkurrent fürchten.

"Natürlich gehen wir grundsätzlich in das Spiel, um es zu gewinnen", sagt Sportvorstand Christian Hochstätter, "aber das machen wir schon seit 29 Spieltagen so. Wir haben gerade in den letzten beiden Begegnungen einen Schritt nach vorne gemacht Wir wollen uns noch eine gute Ausgangsposition für die letzten Wochen verschaffen."

 

 

Lesen Sie jetzt