Bochumer (54) tötet Stieftochter: Mordanklage

Grausiges Motiv

Es war eine schreckliche Tat: Am 4. April ist eine 21-jährige Frau in Wattenscheid getötet worden. Der Hauptverdächtige ist der eigene Stiefvater. Der Oberstaatsanwalt hat nun Anklage wegen Mordes erhoben. Das Motiv für die Tat ist kaum zu glauben.

BOCHUM

, 03.08.2016, 17:02 Uhr / Lesedauer: 1 min

Am frühen Morgen des Tattages soll der Angeklagte seine Stieftochter mit einem harten Gegenstand bewusstlos geschlagen und anschließend erwürgt haben. Kurz danach kam die Kindsmutter und Ehefrau des Mannes in die gemeinsame Wohnung. Der 54-Jährige soll sie daraufhin mit einer Flasche attackiert und ebenfalls gewürgt haben. Die Frau konnte sich befreien und entdeckte ihre tote Tochter in deren Zimmer.

EC-Karte der Tochter benutzt

Nach der Tat ist der Angeklagte geflohen, mit der EC-Karte seiner Stieftochter soll er insgesamt 900 Euro abgehoben haben. Erst am darauffolgenden Tag hat er sich der Polizei gestellt. Seitdem sitzt der Mann in U-Haft. Am Freitag hat der Bochumer Oberstaatsanwalt Andreas Bachmann die Anklage eingereicht, wie ein Sprecher des Bochumer Landgerichtes auf Anfrage erklärte.

Und das Motiv für die Tat? Laut Anklageschrift hat der Mann seine Tochter getötet, um seine Frau dafür zu bestrafen, in der Ehe zu dominant gewesen zu sein. Der 54-Jährige schweigt bislang. Ein Termin für den Prozessauftakt steht noch nicht fest. 

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