Bochumer Bündnis lud zur Diskussion ein

Haushaltssperre sorgt für Verunsicherung

Die im Juni beschlossene Haushaltsperre der Stadt Bochum sorgt allseits für große Verunsicherung. Viele Institutionen befürchten weitere drastische Kürzungen, einige sehen gar ihre Arbeit im Ganzen gefährdet. Deshalb lud das Bochumer Bündnis für Arbeit und soziale Gerechtigkeit in den Langendreerer Bahnhof ein.

LANGENDREER

, 11.09.2014, 19:47 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Stadt Bochum muss sparen - aber wo?

Die Stadt Bochum muss sparen - aber wo?

Er eröffnete das Gespräch mit Experten aus unterschiedlichen Institutionen der Stadt damit, dass eine weitere Kürzung für das Bündnis nicht infrage käme. „Wir saufen ab“, sagte er, und das, obwohl noch gar nicht klar sei, wo genau gekürzt wird. Besonders die Bochumer Krisenhilfe leide schon heute unter der schlechten Finanzlage. Mit 35 Beschäftigten sei es kaum möglich, Prävention und Begleitung für die 1200 zu betreuenden Menschen zu sichern. Und auch Rolf Stein, Gründungsmitglied des Bahnhofs Langendreer, widersprach weiteren Kürzungen vehement. „Damit gefährden wir die Existenz wichtiger kultureller Angebote“, sagte er.

Unter den Vertretern der städtischen Einrichtungen war auch Jochen Bauer von der Bildungsgewerkschaft (GEW). Er unterstrich, dass schon jetzt an allen Ecken und Enden das Geld für sicherheitstechnische und bauliche Maßnahmen im Schul- und Bildungsbereich fehle. Und auch das Thema Inklusion müsse unbedingt weiter vorangebracht werden. „Wir sind dafür, dass vernünftig mit dem Geld der Stadt und der Bürger umgegangen wird“, betonte Bündnissprecher Jochen Marquardt. „Gemeinsam wollen wir nun die Stadt bei der Suche nach einer Lösung unterstützen.“ Die gäbe es zum Beispiel in Form der Vermögenssteuer. Kommende Woche wolle man konkreter werden und die nächsten Schritte gemeinsam planen.

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