Bochumer Doktor Joachim Schubert hat keine Angst vor einem Anschlag

Mit Algerien beim Afrika Cup

BOCHUM/LUANDA Der Bochumer Doktor Joachim Schubert fühlt sich trotz des Anschlages auf die Mannschaft von Togo beim Afrika Cup in Angola sicher. "Ich habe keine Angst, dass uns hier während des Turniers etwas passiert", erklärt der Mediziner, der die algerische Nationalmannschaft betreut.

von von Jens Lukas

, 14.01.2010, 17:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dr. Joachim Schubert betreut die algerische Nationalmannschaft.

Dr. Joachim Schubert betreut die algerische Nationalmannschaft.

Natürlich seien Spieler und Mannschaftsverantwortliche geschockt gewesen, als sie die Nachricht von dem Überfall auf den Mannschaftsbus Togos gehört hatten. Schubert selbst kennt gar einige der betroffenen Spieler: "Ich war bei der WM 2006 in Deutschland der Mannschaftsarzt von Togo."

Schubert: "Es hat sich auf traurige Weise leider bewahrheitet, dass es sicherer gewesen wäre, zum Turnier mit dem Flugzeug anzureisen, wie es auch Algerien getan hat."

An den Spielstätten, wie etwa in der Hauptstadt Luanda, wären die Sicherheitsvorkehrung weiter verschärft worden, berichtet Jochim Schubert. Allerdings gäbe es keine Anzeichen für mögliche Anschläge. Zumal in Angola selbst kaum jemand vom Afrika Cup Notiz nimmt, hat Dr. Schubert bemerkt: "Hier, in einer Fünf-Millionen-Stadt, steht bei 38 Grad Celsius im Schatten und hoher Luftfeuchtigkeit kein einziger Fan vor dem Hotel. Und die Angolaner nehmen nur Notiz von den Spielen ihrer eigenen Mannschaft."

Übrigens: Engen Kontakt pflegt Schubert zu allen algerischen Spielern. "Ich bin voll integriert und ein Fan dieser kampfstarken Mannschaft. Wenn ich mich mit ihr nicht identifizieren würde, würde meine Arbeit auch nicht funktionieren." Vor allem aber zu Bochums Anthar Yahia sowie zu Stürmer Karim Matmour von Borussia Mönchengladbach. Schubert: "Der spricht fließend Deutsch." Laut Schubert ist Algeriens Coach Rabah Saadane "ein netter und seriöser Mann, der nie über meinen Rat hinweg geht und etwa einen verletzten Spieler einsetzen würde."