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Bochumer Kitas und Seniorenzentren betroffen

AWO-Streiks

Vier AWO-Seniorenzentren legen am Donnerstag und Freitag die Arbeit nieder. 24 Kitas der AWO wurden zum Streik aufgerufen. Wie viele sich an den Streiks beteiligen, konnte die Gewerkschaft am Mittwoch jedoch nicht einschätzen. Der Grund für die erneuten Warnstreiks sind die gescheiterten Tarifverhandlungen zwischen AWO und Verdi.

BOCHUM

08.10.2014
Bochumer Kitas und Seniorenzentren betroffen

Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten der AWO zum Streik aufgerufen.

Bisher werden die Beschäftigten der AWO schlechter bezahlt als es in städtischen und anderen Einrichtungen der Fall ist. Am stärksten betroffen sind die Erzieherinnen der AWO. Sie verdienen laut Agnes Westerheide, Verdi-Gewerkschaftssekretärin, jährlich rund ein Monatsgehalt weniger, als es in Einrichtungen der Stadt der Fall ist. Auch deshalb erwartet Westerheide eine hohe Beteiligung am Streik. Das könnte heißen, dass ein Großteil der AWO-Kitas heute und morgen geschlossen bleibt. „Allerdings haben wir die Eltern bereits letzte Woche informiert“, sagte Westerheide. Die meisten Eltern wären verständnisvoll gewesen.

Auch die AWO Ruhr-Mitte hat in der vergangenen Woche mit den Streikvorbereitungen begonnen. Die Bewohner der Seniorenheime und der Wohnstätte für Menschen mit Behinderung werden laut Ernst Steinbach, Geschäftsführer der AWO Ruhr-Mitte, durch eine Notdienstvereinbarung versorgt. Zudem wurden zwei Kita-Notgruppen, jeweils eine in Wattenscheid und eine in Langendreer, eingerichtet. „Die Abspaltung von Berufsgruppen ist für uns absolut nicht zu verhandeln“, sagte Westerheide. „Dass zu Tarifverhandlungen Streiks gehören, ist nicht zu vermeiden“, sagte Steinbach,. Die Mitarbeiter dürften nicht von der Gehaltsentwicklung abgekoppelt werden. Wenig Verständnis äußerte hingegen Wolfgang Altenbernd, Geschäftsführer der Arbeiterwohlfahrt im Westlichen Westfalen, in einer Pressemitteilung: „Nur wer verhandelt, kommt auch zu Abschlüssen.“ Damit verweist er auf die Tarifverhandlungen in der vorigen Woche, die Verdi nach drei Stunden abgebrochen hat.

Die AWO hatte ein Plus von 3,5 Prozent bei den Löhnen und Gehältern in zwei bis drei Stufen in den nächsten elf Monaten (ab Oktober) angeboten. Dieses Angebot entpuppe sich laut Verdi durch die Leermonate jedoch als 1,9 Prozent bei einer Laufzeit von zwei Jahren. Die Verdi fordert eine Erhöhung der monatlichen Einkommen um einen Sockelbetrag von 100 Euro zuzüglich 3,5 Prozent, die Erhöhung der Vergütungen für Auszubildende um 100 Euro sowie einen Tag mehr Urlaub.

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