Bochumer können sich an der ÖPNV-Planung beteiligen

Neuer Nahverkehrsplan

Mit Bus und Bahn schnell in die Innenstadt oder zur Universität: Ohne einen guten und zuverlässigen öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) ist eine Stadt wie Bochum gar nicht vorstellbar. Dass Bürger stets schnell von A nach B kommen, dafür sorgen auch in dieser Stadt verschiedenste Bahn- und Buslinien.

BOCHUM

28.09.2015, 19:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
Annette Liska vom Tiefbaramt ist ÖPNV-Koordinatorin. Hier präsentiert sie den aktuellen Nahverkehrsplan der Stadt Bochum.

Annette Liska vom Tiefbaramt ist ÖPNV-Koordinatorin. Hier präsentiert sie den aktuellen Nahverkehrsplan der Stadt Bochum.

Doch auch die Stadt wirkt gravierend auf deren Planung und Organisation ein. „Die Bogestra ist nur das ausführende Organ“, sagt Susanne Düwel vom Tiefbauamt der Stadt. Es ist die Stadt, die seit 1997 mittels eines Nahverkehrsplans (NVP) sagt, wie der öffentliche Personennahverkehr in Bochum aussehen sollte – und die Bogestra setzt diesen um.

Doch die Anforderungen an den NVP ändern sich ständig. 2009 wurde der aktuelle NVP zwar fortgeschrieben, doch neue gesetzliche Grundlagen haben die Anforderungen an den ÖPNV geändert. Deshalb soll 2017 ein neuer und aktueller NVP fortgeschrieben werden.

Dieser soll neben der Qualität des Bus- und Bahnangebotes, die bisher stets im Mittelpunkt des NVPs stand, laut Annette Liska vom Tiefbauamt der Stadt unter anderem Dinge wie eine bessere Barrierefreiheit beinhalten.

Momentan wird durch einen Gutachter, den die Stadt beauftragt hat, in Erfahrung gebracht, wie „gut und zuverlässig“ der ÖPNV in Bochum wirklich ist „und was geändert werden muss“, so Liska.

Doch nicht nur die Profis kommen bei der Fortschreibung des zukünftigen NVP zu Wort: Auch die Bürger dürfen auf diesen einwirken. Zum Beispiel durch anonyme Mitteilungen auf der Homepage der Stadt oder an einem Workshop, der am Mittwoch, 28. Oktober, um 18 Uhr im großen Sitzungssaal des Bochumer Rathauses stattfinden wird. Dabei werden auch zwei Gebärdendolmetscher anwesend sein. Eine zweite direkte Beteiligungsrunde ist im Frühjahr 2016 geplant.

Auch die von den Bürgern eingebrachten Punkte werden vom Gutachter geprüft. Das Ergebnis des Gutachtens wird anschließend im Sommer 2016 vorgestellt.