Bochumer Narren feiern ausgelassen und friedlich

Rathaussturm, Gänsereiten und Umzüge

Bei schönstem Karnevalswetter feierten die Narren in Bochum ihren Rosenmontag: In der Innenstadt ging es morgens mit dem Sturm aufs Rathaus los, es folgten das Gänsereiten in Wattenscheid und die Umzüge in Linden und Höntrop. Wir haben die schönsten Bilder von den karnevalistischen Feierlichkeiten.

BOCHUM/WATTENSCHEID

, 16.02.2015, 04:29 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ganz traditionell begann der Rosenmontag auch 2015 mit dem Sturm des Bochumer Rathauses durch die Narren am Vormittag: Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz gab symbolisch ihre Macht über die Stadt für einen Tag aus der Hand.

Die Karnevalisten feierten das mit Auftritten der Cäcilia-Funken des MGV Cäcilia 1900 Werne, die mit ihren Liedern anspruchsvoll-ironisch unterhielten, und der Tänzer der QKV Germania 1888 Bochum-Querenburg.

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So war der Rosenmontag 2015

In Bochum und Wattenscheid feierten die Menschen ausgelassen Karneval. Neben dem närrischen Sturm auf das Rathaus lockte in Höntrop das Gänsereiten samt anschließendem Umzug. Dorthin kamen rund 35.000 Jecken bei strahlendem Sonnenschein zusammen.
16.02.2015
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56.000 Unterschriften sammelten die Gegner des Gänsereitens im Internet - auf die Straße bekamen sie aber gerade einmal 60 Demonstranten.© Benjamin Hahn
Ein Dank der Gänsereiter ging an "Ela" - für das "Aufräumen" der Reitbahn.© Benjamin Hahn
Ulrich Somberg wurde neuer König in Höntrop.© Benjamin Hahn
Patrick Appelbaum (links) gewann in Sevinghausen.© Benjamin Hahn
Patrick Appelbaum (Mitte) gewann in Sevinghausen. Er wählte Britta Meyer (rechts) zur Königin.© Benjamin Hahn
Besonders die kleinen Besucher waren bunt kostümiert.© Benjamin Hahn
Die Proteste kümmerten die Gänsereiter nicht.© Benjamin Hahn
Die Höntroper Gänsereiter zogen entspannt durch ihren Stadtteil.© Benjamin Hahn
Nicht jeder Griff war erfolgreich.© Benjamin Hahn
Ein kleines bisschen Frust gehört auch mit zum reiterischen Wettbewerb.© Benjamin Hahn
Besonders die kleinen Besucher waren bunt kostümiert.© Benjamin Hahn
Besonders die kleinen Besucher waren bunt kostümiert.© Benjamin Hahn
Besonders die kleinen Besucher waren bunt kostümiert.© Benjamin Hahn
Die Motivwagen beschäftigten sich auch dieses Jahr wieder mit lokalen Themen.© Benjamin Hahn
Die Motivwagen beschäftigten sich auch dieses Jahr wieder mit lokalen Themen.© Benjamin Hahn
Auch die ganz Kleinen übten sich schon im Kamelle-Weitwurf.© Benjamin Hahn
Rund 35.000 Menschen schauten sich den Umzug durch den Stadtteil Höntrop an.© Benjamin Hahn
30 Gruppen aus dem In- und Ausland nahmen am Umzug teil.© Benjamin Hahn
30 Gruppen aus dem In- und Ausland nahmen am Umzug teil.© Benjamin Hahn
Rund 35.000 Menschen schauten sich den Umzug durch den Stadtteil Höntrop an.© Benjamin Hahn
Mit Liedern über Selfies, die Opel-Schließung und muslimische Einwanderer bewiesen die Cäcilia-Funken, dass sie Anspruch und Unterhaltung mischen können.© Benjamin Hahn
Die Tänzer des QKV Germania 1888 aus Querenburg lieferten eine nicht ganz fehlerfreie, aber dennoch tolle Show ab.© Benjamin Hahn
Die Tänzer des QKV Germania 1888 aus Querenburg lieferten eine nicht ganz fehlerfreie, aber dennoch tolle Show ab.© Benjamin Hahn
Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz übergab die Herrschaft über das Rathaus für einen Tag an die Narren.© Benjamin Hahn
Schlagworte Bochum

Ab 14.11 Uhr feierten etwa 55.000 Besucher in Linden beim großen Rosenmontagsumzug. Nach Angaben der Polizei lief alles friedlich ab. 

In Wattenscheid stand vor dem Karnevalsumzug das traditionelle Gänsereiten an. In Sevinghausen und Höntrop wurden neue Gänsereiterkönige gesucht, bevor der Zug in Höntrop starten konnte. Doch die Zuschauer, die sich am Wattenscheider Hellweg eingefunden hatten, mussten nicht lange warten: So schnell wie selten waren beim Gänsereiten neue Majestäten gefunden. Patrick Appelbaum riss der Gans in Sevinghausen schon um 14.15 Uhr den Kopf ab, in Höntrop entschied wenig später Ulrich Somberg den Wettbewerb für sich.

35.000 Besucher beim Umzug in Höntrop

Auch in diesem Jahr waren wieder Tierschützer vor Ort, die mit eindeutigen Plakaten ("Gänsereiten - Fest der Grausamkeit") und Parolen gegen die karnevalistische Tradition protestierten. Eine Online-Petition hatte im Vorfeld mehr als 56.000 Unterstützer gefunden. Vor Ort waren am Rosenmontag dann aber nur 60 Demonstranten - immerhin gut doppelt so viele wie sonst.

Doch die Mitglieder der beiden Gänsereiterclubs kümmerte der Protest des kleinen Grüppchens herzlich wenig – und auch die 35.000 Besucher, die nach Angaben von Uwe Danz, Leiter der Polizeiwache Wattenscheid, die Zugstrecke am Wattenscheider Hellweg säumten, interessierten sich nicht für die Tierrechtler. Stattdessen feierte die Menge zwar ausgelassen, aber nicht über die Stränge schlagend: Ruhig und friedlich lief der Umzug laut Polizeiangaben ab. 

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