Bochumer Ruhr-Park ist verkauft

An britischen Investor

BOCHUM Eines der größten Shoppingcenter der Region, der Bochumer Ruhr-Park, wird verkauft. Noch ist offen, ob und welche Auswirkungen das auf den Einkaufskomplex am Rande der A 40 haben wird.

von Von Natascha Assmann und Lisa Seiler

, 09.08.2010, 19:09 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Ruhr-Park von oben.

Der Ruhr-Park von oben.

Zu den Verkaufsgründen sagte Achim Quambusch, Vorsitzender der Geschäftsführung von WestFonds: „Relevant ist, was die Eigentümer wollen. Das Angebot war hoch attraktiv.“ Auch bestehe der Fonds, der zu den erfolgreichsten in Deutschland gehöre, bereits seit mehr als 30 Jahren. Die Anleger seien älter oder hätten die Anteile bereits übertragen. Dies könne ebenfalls ein Grund für den Verkauf sein. Zudem stünden im Ruhr-Park Investitionen an, die den Gewinn hätten schmälern können. Dass das Einkaufscenter aus wirtschaftlicher Not den Eigentümer wechselt, scheint unwahrscheinlich. Auch Marco Cabras, Sprecher der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz, sagt: „Ein Immobilienfonds wird in der Regel dann verkauft, wenn die Anleger der Meinung sind, einen hohen Gewinn zu erzielen.“ Und dazu müsse ein Einkaufscenter eine gute Auslastung und wenig Leerstände haben. Der Gewinn wird unter den Anlegern ausgeschüttet. Der Ruhr-Park hat 1964 eröffnet und zählt eigenen Angaben nach am Tag rund 50 000 Kunden – 16 Millionen im Jahr.