Bochumer "Weihnachtsmann" muss in den Knast

Nach bewaffnetem Raubüberfall

Er sah aus wie ein cooler Weihnachtsmann, entpuppte sich aber als abgezockter Schwerbrecher: Sieben Monate nach einem bewaffneten Überfall auf eine Drogerie ist ein 54-jähriger Stadtstreicher am Bochumer Landgericht zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

BOCHUM

21.07.2017, 16:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bochumer "Weihnachtsmann" muss in den Knast

Der Mann mit dem langen weißen Rauschebart war am 30. Dezember 2016 vor einer Rossmann-Filiale in Herne-Eickel aufgetaucht - vor den Augen hatte er eine dunkle Sonnenbrille, über den Kopf war eine Kapuze gezogen. Nachdem er den Drogeriemarkt betreten hatte, hatten sich die Ereignisse dann aber binnen weniger Sekunden überschlagen.

Plötzlich hatte der Mann eine Pistole in der Hand, hielt sie einer Kassiererin an den Kopf. „Geld her, nur die Scheine!“ So oder so ähnlich soll er sich damals ausgedrückt haben. Am Ende belief sich die Beute auf 610 Euro.

Angeklagter legte Geständnis ab

Im Prozess wiederholte der obdachlose Angeklagte vor dem Bochumer Landgericht sein Geständnis, das er bereits kurz nach seiner Festnahme durch die Polizei abgelegt hatte. Er habe zu Weihnachten schon keine Geschenke für seine Kinder gehabt habe – daher der Raubüberfall.

Erst als der 54-Jährige am 6. Februar erneut vor derselben Rossmann-Filiale aufgetaucht war, konnte der 54-Jährige festgenommen werden. Eine der Mitarbeiterinnen hatte Alarm geschlagen, weil sie den Täter sofort wiedererkannt hatte.

Mit dem vergleichsweise milden Urteil würdigten die Richter vor allem das Geständnis des bislang noch unbestraften Angeklagten. Die Staatsanwaltschaft hatte dagegen sogar fünfeinhalb Jahre Haft gefordert.  

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