"Bövinghausen soll von Konjunkturpaket profitieren"

LÜTGENDORTMUND Bövinghausen macht sich Hoffnungen, von Geld aus dem Konjunkturpaket der Bundesregietrung zu profitieren.

von Von Arndt Brede

, 23.01.2009, 05:46 Uhr / Lesedauer: 1 min
Tristesse im Kindertreff Bövinghausen: SPD und CDU hoffen auf Geld aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung auch für den Ortsteil Bövinghausen.

Tristesse im Kindertreff Bövinghausen: SPD und CDU hoffen auf Geld aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung auch für den Ortsteil Bövinghausen.

Auch CDU-Fraktionssprecher Klaus Murawski sprach sich dafür aus, für Jugendliche in Bövinghausen, aber auch in Kley, etwas zu tun. Stadtdirektor Ullrich Sierau, gast der Sitzung, erklärte zwar, dass die genaue Aufteilung des Konjunkturpaket-Anteils noch nicht entschieden sei, versprach aber, die Anregungen mitzunehmen: „Wir werden die ganz jungen nicht aus den Augen verlieren.“ Weniger versiegeln

Aus den Augen lassen die Politiker auf jeden Fall nicht die Empfehlungen von Professor Dr. Uwe Grünewald, dem Mann, der das Gutachten zum Hochwasser vom 26. Juli 2008 erstellt hat. „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht mehr so viele Flächen versiegeln“, nahm Horst Krohn, Sprecher der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Lütgendortmund, den Steilpass Grünewalds in puncto zukunftsorientierter Planung auf. Denn die Flut-Katastrophe hatte laut Grünewald gezeigt, dass Wasser, auch wegen der großflächigen Versiegelungen, überlaufen und auch über die städtische Kanalisation in Wohnquartiere fließen kann.

Gerade im Bereich des Rasthofes Somborn, der, wie berichtet, erweitert werden soll, und im Bereich des Neubaus des Hellweg-Baumarktes an der Borussiastraße müsse darauf geachtet werden, dass die Entwässerung vernünftig geregelt werde, sagt Krohn. Klaus Murawski stimmte zu: „Es ist gut, auch bei Neubaugebieten auf das Thema Versiegelung zu achten.“ Der Knackpunkt, gerade in Sachen Hochwasser, sei aber der Altbestand. „Den gilt es anzupacken.“ Stadtdirektor Ullrich Sierau verwies auf „erhebliche Anstrengungen“ der Stadt zur Reduzierung der Flächenversiegelung. „Die Schaffung von Arbeitsplätzen und Wohnbau geht nicht immer ohne Versiegelungen ab“, schränkte er ein. Grundsätzlich sei die Stadt bemüht, „das  Wasser aus der Fläche heraus zu halten und vom Kanalnetz abzukoppeln.“