Bohrungen sollen Gefahrenpotenzial zeigen

Bergschäden unter Annenstraße

Im Spätherbst soll die Annenstraße zwischen dem Haus Nummer 46 und der Einmündung zur Ardeystraße saniert und ein neuer Kanal verlegt werden. Doch der Untergrund muss erst einmal untersucht werden, um die Gefahr auf einen Einsturz, einen Einbruch oder auf Senkungen an der Tagesoberfläche abschätzen zu können.

ANNEN

20.06.2014, 05:59 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die gutachterliche Auswertung habe ergeben, dass knapp unter der Erdoberfläche die Flöze Girondelle sowie Girondelle 2 und 3 verlaufen. Die Kohle wurde dort Mitte des 19. Jahrhunderts abgebaut. Im Bereich der Annenstraße gab es früher vier Tagesöffnungen. „In den alten Dokumenten finden sich jedoch keine Hinweise auf eine Verfüllung oder sonstige an den Schachtanlagen durchgeführten Sicherungsmaßnahmen“, berichtet Salewski. Deshalb müsse man die Lage heute noch als potenziell gefährlich ansehen. Einsturz, Einbruch oder Senkungen an der Tagesoberfläche seien nicht auszuschließen. Der Gutachter empfehle, die Standsicherheit des Baugrundes zu untersuchen und bei Bedarf zu sichern.

Die Stadt Witten hat das Fachbauunternehmen Keller Grundbau aus Bochum mit den Arbeiten beauftragt. Am Montag, 23. Juni, wird die Baustelle eingerichtet. Die Erkundungsbohrungen beginnen im Bereich des Bürgersteiges entlang des Geländes der Evonik Industries AG. Dort wird man ein Raupenfahrzeug mit einem Bohrgestänge in Aktion sehen. Der Baustellenbereich und der Bereich, in dem am nächsten Tag gearbeitet wird, werden vorsichtshalber abgesperrt.

Schlagworte: