"Bolero Flamenco" ist ein erotisches Feuerwerk des Tanzes

Konzerthaus Dortmund

Das Jahr 2014 im Konzerthaus beginnt erotisch - zumindest ab 2. Januar, nach dem Neujahrskonzert mit Marc Minkowski. Vom 2. bis 5. Januar gastiert das legendäre "Ballet Teatro Espanol" im Konzerthaus. Die muskulösen Spanier mit nackten Oberkörpern und die Frauen mit Kastagnetten und prächtigen Kostümen tanzen drei Meisterchoreografien von Rafael Aguilar.

DORTMUND

von Von Julia Gaß

, 26.11.2013, 17:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Carmen Martinez , Sergio Bernal (r.) und Francisco Guerrero haben im Konzerthaus Dortmund schon einen Vorgeschmack auf ihre Show »Bolero Flamenco« gegeben.

Carmen Martinez , Sergio Bernal (r.) und Francisco Guerrero haben im Konzerthaus Dortmund schon einen Vorgeschmack auf ihre Show »Bolero Flamenco« gegeben.

In der vergangenen Woche haben sie sich das Konzerthaus, in das sie mit den drei besonderen Tanzstücken nach sechs Jahren zu diesem einzigen Gastspiel in Deutschland zurückkehren, schon mal angeschaut. Und sofort angefangen, zu tanzen.Vielfalt

Einen Überblick über die Vielfalt von Aguilars Tanzstilen gibt der Abend: "El Rango" zu Beginn ist ein Handlungsballett nach der Novelle "Bernarda Albas Haus" von Garcia Lorca: die Geschichte einer Frau, die aus dem Gefängnis von Traditionen ausbrechen will. Die emotionale Wucht der Geschichte wollen die Tänzer zeigen.

"Bolero" zur Musik von Ravel ist inzwischen ein Klassiker - auch für die Flamenco-Gruppe. Und eine Hauptrolle für Sergio Bernal. Er gehört seit fünf Jahren zum "Ballet Teatro Espanol", war vorher beim spanischen Nationalballett und tanzt, seit er zwei Jahre alt ist. "Mit neun Jahren bin ich in eine Flamenco-Schule gekommen", erzählt der Solist, "mit zehn Jahren hab ich Rafael Aguilar kennen gelernt und bin seitdem begeistert von seiner Art, Flamenco zu choreografieren."

Egozentrischer Mann

Und die sieht im "Bolero" besonders erotisch aus. "Es ist der Kampf eines egozentrischen Manns gegen die Masse. Der Mann bricht aus, weil er frei sein will", erklärt Francisco Guerrero, künstlerischer Leiter und Solist der spanischen Gruppe. "Bolero" sei die expressivste Choreografie in der Geschichte des Flamencos. Und den tanzt das spanische Ensemble authentisch, vor allem im letzten Stück "Sweet Flamenca".Das ist eine farbenfrohe, fröhliche Anthologie des klassischen und modernen Flamencos. Zum Feuerwerk der Leidenschaft macht dieses Stück auch Carmen Martinez mit ihrem leuchtend gelben Rüschenkleid. Einen Vorgeschmack auf das, was die Zuschauer erwartet, gab sie mit einem rasanten Tüchertanz.

50 bis 60 Kostüme bringen die 22 Tänzer auf die Bühne. Und ein Feuerwerk an Schritten und Tanzkunst.

Termine: 2. / 3. / 4.  1. , jeweils 20 Uhr sowie 5. 1., 18 Uhr, im Konzerthaus Dortmund.
Karten: (21,50 bis 57,50 Euro; 50 Prozent für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 16 Jahre), Tel. (0231) 22 69 62 00.

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