Bolzplatz-Ärger: Wichtig ist nur die Wiese

MENGLINGHAUSEN Der Bolzplatz-Start in Menglinghausen hat einen Streit ausgelöst, weil der SPD-Ortsverein zum Eröffnungs-Kick eingeladen hat - und nicht die Stadt Dortmund, die die Zeche bezahlt hat. Das kritisiert die CDU Jetzt melden sich zwei Mütter zu Wort. Deren Einwurf: Der parteipolitische Streit interssiert niemanden.

von Von Peter Bandermann

, 11.06.2008, 13:47 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Torwart auf dem Bolzplatz in Menglinghausen-Süd. Von dem Ärger bekommt er wohl nicht viel mit.

Ein Torwart auf dem Bolzplatz in Menglinghausen-Süd. Von dem Ärger bekommt er wohl nicht viel mit.

Die dritte Halbzeit: Nach der Bolzplatz-Premiere in Menglinghausen-Süd gibt‘s keinen versöhnlichen Trikottausch zwischen CDU und SPD, sondern das übliche Nachtreten.

 

Zwei Mütter am Spielfeldrand stellen das Parteien-Gezänk ins Abseits und analysieren nach dem Abpfiff des Eröffnungs-Kicks auf der Tribüne: „Wichtig ist, dass die Kinder jetzt eine Wiese haben.“ Doch auch Katja Pfänder und Angelika Hoenen reagierten in der vergangenen Woche irritiert, nachdem die örtliche SPD – und nicht das Jugendamt der Stadt – einen auserwählten Kreis zum Bolzplatz-Spaß eingeladen hatte. Die Bezirksvertretung in Hombruch gehörte – dumm gelaufen – nicht dazu.

Auf die Gästeliste gesetzt wurden Bezirksvorsteher Uli Steinmann (SPD) und dessen Stellvertreter Hans Semmler (CDU) von den beiden Anwohnerinnen – Einlader und SPD-Ratsherr Olaf Radtke hatte seine politischen Mitspieler in einem Flugblatt-Alleingang links liegen lassen.

Die kommunikative Blutgrätsche, für die er jetzt die Karte sieht. Auch von der CDU. Angelika Hoenen und Katja Pfänder telefonieren: Mit Uli Steinmann, Hans Semmler und Elisabeth Hoppe vom Jugendamt. Sie alle zögern, stellen sich dann doch noch an den Spielfeldrand. „Um die Sache für die Kinder zu unterstützen“, so Katja Pfänder und Angelika Hoenen, die auch Stadtdirektor Ullrich Sierau für seine Arbeit und seinen Einsatz danken.

Der Übeltäter, Olaf Radtke, dürfte wie einst Fredi Bobic über die Lage denken: „Man darf jetzt nicht alles so schlecht reden, wie es war.“ Und wer hat ihn nun erschaffen, den Bolzplatz? Beantworten wir diese Frage mit einem Diego-Maradona-Zitat: „Es war die Hand Gottes.“

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