BoVG mit neuer Geschäftsstruktur und Design

Veranstaltungs-GmbH

Andreas Kuchajda könnte nicht zufriedener sein: Bei der Bochumer Veranstaltungs-GmbH (BoVG), deren Geschäftsführer er ist, herrscht Aufbruchsstimmung – und dafür gibt es zwei Gründe: Der eine, das neue Erscheinungsbild, lässt sich sofort erkennen; der andere liegt im Verborgenen der Geschäftsstruktur.

BOCHUM

, 07.10.2015, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
BoVG mit neuer Geschäftsstruktur und Design

Viele Besucher zieht die Jahrhunderthalle an.

Die BoVG ist verantwortlich für die Jahrhunderthalle, den Ruhr-Congress, und die Stadthalle und die Freilichtbühne in Wattenscheid – und verwaltete die Spielstätten bisher durch drei verschiedene Gesellschaften. „Daraus haben wir jetzt eine gemacht“, sagt Kuchajda. Dass dabei vor allem eine Kosteneinsparung im Vordergrund stand, will er nicht verhehlen.

Doch mit dem neuen Konzept will sich die BoVG auch einen seriöseren Anstrich geben: „Ruhr Congress GmbH und Co KG, das klang so nach Steuererklärung auf den Cayman Islands“, sagt er: „Das war natürlich ein Steuersparmodell, das wir jetzt wieder zurückgenommen haben.“

Nun soll alles unter einem Dach vermarktbar sein – und damit mehr Kunden nach Bochum locken. Dabei sei die bovg bereits „gut am Markt aufgestellt“, sagt der Geschäftsführer und führt als Erfolgsmodell unter anderem den Historischen Jahrmarkt und Urbanatix in der Jahrhunderthalle und den inzwischen zur Nummer Zwei in Deutschland angewachsenen Radiologenkongress im Ruhr-Congress an.

Begrenzte Möglichkeiten

„Uns ist es wichtig, dass wir kreative, neue Konzepte ermöglichen“, so Kuchajda – und weiß dennoch, dass seine Möglichkeiten begrenzt sind. „Das liegt unter anderem an der schwierigen Hotelkapazität im Ruhrgebiet. 4000 Betten im Vier-Sterne-Bereich für einen großen Kongress zu finden, ist hier kaum möglich.

Da muss man die Gäste nach Düsseldorf schicken“, sagt er und sieht das Kirchturmdenken im Ruhrgebiet als Problem: „Mit Bedauern sehe ich, dass es im Kulturhauptstadt eine Spitze der Zusammenarbeit gab und jetzt wieder vieles hinten runterfällt.“

Dabei habe die Region viele Potentiale, sei so spannend wie Berlin ohne dabei die Haltung der Berliner zu haben – und sei zudem kompakter als von außen wahrgenommen: „Man ist in Berlin von Kreuzberg nach Mitte genauso lang unterwegs wie von Dortmund nach Bochum“, sagt er.

Sukzessive Umsetzung

Doch Kuchajda lässt sich nicht die gute Laune trüben – zumal die BoVG mit ihrem neuen Erscheinungsbild ein zweites Projekt angegangen und erfolgreich umgesetzt hat. Für aktuell rund 50 000 Euro hat sich die Veranstaltungs-GmbH der „Marke Bochum“ angenähert – in Schrift und Design. „Verantwortlich dafür war die Designagentur Steinert, die auch zur Gruppe Bochum gehört und die Stadtmarke entwickelt hat“, so Kuchajda. Doch noch ist das neue Auftreten der BoVG nicht überall präsent: „Die Finanzlage lässt es nicht zu, dass wir jetzt alles auf einmal ändern.

Wir machen das daher sukzessive.“ Für die Umsetzung bedeutet dass, das keine Prospekte oder Flyer geschreddert werden, sondern das neue Design jeweils mit Neuauflagen eingeführt wird. „Damit wollen im Laufe des nächsten Jahres durch sein“, sagt der BoVG-Geschäftsführer. 

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