Boxen für den Frieden

APLERBECK Seit Beginn des Schuljahres ist Boxen als Deeskalationstraining ein neues Wahlfach an der Albrecht-Dürer-Realschule. Schweißüberströmt liegen die Jungs auf dem Fußboden der Turnhalle. Es sind gefühlte 40 Grad. Und das Training hat gerade erst angefangen.

von von Jenny Marrenbach

, 13.06.2008, 15:46 Uhr / Lesedauer: 1 min

Seit Beginn des Schuljahres ist Boxen als Deeskalationstraining ein neues Wahlfach an der Albrecht-Dürer-Realschule. Unterstützt wird das Training vom Jugendamt. Es soll vor allem diejenigen erreichen, die sich vor anderen Projekten zu Konfliktregelungen verschließen.

Seit Beginn des Schuljahres ist Boxen als Deeskalationstraining ein neues Wahlfach an der Albrecht-Dürer-Realschule. Unterstützt wird das Training vom Jugendamt. Es soll vor allem diejenigen erreichen, die sich vor anderen Projekten zu Konfliktregelungen verschließen.

"Das Training ist gut, um sich abzureagieren", sagt Sebastian. Abreagieren vom Stress zu Hause oder auf dem Schulhof.

Unterrichtsfach soll den Schülern Disziplin beibringen

Das Konzept hinter dem neuen Unterrichtsfach soll den Schülern Disziplin beibringen. Fairness gegenüber sich und anderen. Und es soll helfen, eigene Grenzen auszutesten. Das erhoffen sich die Projektbetreuer Marion Gussek und Rainer Langenhorst. Wer sich nicht an ihren "Ehrenkodex" der Gewaltfreiheit hält, fliegt. Arme in Deckungshaltung

Marcel und Marc haben ihre Arme in Deckungshaltung gebracht. Flink umtänzeln sie sich, teilen klatschende Schläge auf Oberarme und Schenkel aus. Die Boxhandschuhe sehen zu groß aus an den Körpern der beiden. Die Kraft hinter den Schlägen ist allerdings spürbar. Mädchen sind bislang nicht beim Training. Sie haben aber Interesse für das nächste Schuljahr angemeldet.

Dann sollen auch Schüler der Hauptschule Aplerbeck an dem Deeskalationstraining teilnehmen. Konflikte, die zwischen Haupt- und Realschülern auf dem gemeinsamen Schulhof entstehen, soll so vorgebeugt werden. Denn wer beim Boxen sein Selbstbewusstsein findet, braucht es woanders nicht mehr zu beweisen.