Boy in the park

A. J. Grayson

Schon der Autor ist mysteriös: Sein Verlag weiß nicht, wer sich hinter dem Pseudonym A. J. Grayson verbirgt. Bekannt sei lediglich, dass er "lange Jahre als Dozent und Berater in der Wissenschaft" tätig gewesen ist, heißt es auf der Homepage.

07.08.2016, 11:04 Uhr / Lesedauer: 1 min

Sein Erstlingswerk "Boy in the park" ist eine Mischung aus Mystery- und Psychothriller: Dylan Aaronsen wird im botanischen Garten von San Francisco Zeuge einer Kindesentführung.

Da ihm die Polizei nicht glaubt, stellt er auf eigene Faust Nachforschungen an. Und je mehr er über das entführte Kind herausfindet, desto stärker verwischen die Grenzen zwischen Realität und Fiktion.

Vorhersehbar

Das Buch ist spannend geschrieben, keine Frage. Auch das Porträt der menschlichen Psyche und ihrer Abgründe ist recht präzise. Die unterschiedlichen Erzählperspektiven ermöglichen es dem Leser, seine Eindrücke zu ordnen und sorgen für kleine "Ruhepausen". Jedoch ist früh vorhersehbar, in welche Richtung sich die Geschichte entwickelt, sodass die vermeintlich überraschende Wendung am Ende nicht wirklich überraschend ist.

So wird "Boy in the park" zu einem kurzweiligen Lesevergnügen, das jedoch keinen bleibenden Eindruck hinterlässt. Allerdings besteht die Hoffnung, dass sich A. J. Grayson in seinen zukünftigen Werken noch steigert. Und vielleicht ist bis dahin ja auch etwas mehr über ihn bekannt.

A. J. Grayson: Boy in the park, 368 S., Droemer, 14,99 Euro, ISBN 978-34263-0571-3.