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BP will in Bochum 250 Stellen streichen

BOCHUM Der Aral/BP-Konzern will in Bochum 250 Stellen abbauen. Damit ist fast jeder 5. Job bedroht. Der Betriebsrat lehnt die Pläne des Konzerns ab und sieht Alternativen zum Abbau.

von Von Thomas Aschwer

, 30.03.2009 / Lesedauer: 3 min
BP will in Bochum 250 Stellen streichen

Mit meist versteinerter Miene verfolgte der BP/Aral-Betriebsratsvorsitzende Michael Flegel (links) die Ausführungen des Vorstandsvorsitzenden Dr. Uwe Franke.

Für den Betriebsratsvoristzenden Michael Flegel, der die Ausführungen des Vorstandsvorsitzenden Dr. Uwe Franke über weite Strecken mit versteinerte Miene verfolgte, sind damit erstmals in der Geschichte von BP/Aral Bochum betriebsbedingte Kündigungen nicht zu vermeiden. Das Potenzial einer erneuten Vorruhestandsregelung und eines Abfindungspaketes sei deutlich geringer als der vorgesehener Abbau von 250 Stellen. "Mit diesen beiden Instrumenten ist das nicht hinzubekommen", sagte Flegel. Zumindest in diesem Punkt ist er sich mit Franke einig, der die gleiche Gefahr sieht. Gleichzeitig hofft er auf eine Regelung ohne Sozialauswahl. Die sei für die Firma schädlich, weil dann viele gute junge Mitarbeiter gehen müssten. Vorstands- und Betriebsratsvorsitzender kündigten gestern im Anschluss an eine Betriebsversammlung intensive Gespräche an. Erklärtes Ziel des Betriebsrates ist es dabei, den Stellenabbau zu reduzieren. Das sei wichtig insbesondere angesichts der gesamtwirtschaftlichen Situation und der damit verbundenen Schwierigkeit, einen neuen Job zu finden.