Brennpunkt Kerchensteinerstraße soll sich ändern

WITTEN "Die Mieter reden nicht miteinander. Doch es besteht der Wunsch, dass sich das ändert", so beschreibt Axel Armbrust, Geschäftsführer der Siedlungsgesellschaft Witten (SGW), die Situation in den drei Hochhäusern an der Kerschensteinerstraße, die in Annen als sozialer Brennpunkt gelten.

von Von Susanne Linka

, 15.02.2008, 07:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Fassaden der Hochhäuser an der Kerschensteiner Straße sehen schon freundlicher aus. Künftig soll sich auch innen und im Umfeld einiges ändern.

Die Fassaden der Hochhäuser an der Kerschensteiner Straße sehen schon freundlicher aus. Künftig soll sich auch innen und im Umfeld einiges ändern.

Sie stellt die Räume kostenlos zur Verfügung. 80 % der Kosten für die Betreuung der Jugend und der Nachbarschaft sollen über das Förderprogramm Soziale Stadt Annen finanziert werden.

Sie stellt die Räume kostenlos zur Verfügung. 80 % der Kosten für die Betreuung der Jugend und der Nachbarschaft sollen über das Förderprogramm Soziale Stadt Annen finanziert werden.

Neugestaltung des Außengeländes

Der Löwenanteil des Förderantrags, über den das Land voraussichtlich im Spätsommer entscheidet, soll in die Neugestaltung des Außengeländes fließen. An Fördergeldern sind dafür 274 000 Euro veranschlagt. Die restlichen 20 Prozent will die Siedlungsgesellschaft schultern, ebenso wie die Kosten für den Hausmeister: "Vielleicht bekommen wir damit unser Vandalismus-Problem in den Griff", hofft Armbrust.

Einen Beitrag dazu soll auch die Tatsache leisten, dass die Bewohner bei der Gestaltung der Außenanlage ihre Vorschläge einbringen dürfen: "Unser Förderantrag stellt nur eine Basis dar", erläutert der Geschäftsführer der Siedlungsgesellschaft.

Quartier soll liebenswerter werden

"Wir hoffen, dass das Quartier so liebenswerter wird", bekräftigt er. Derzeit liegt die Leerstandsquote in den Wohnungen um die 20 %, in anderen Gebäuden nur bei ca. acht Prozent.

Bereits im letzten Jahr hat die SGW weit über eine Mio. Euro in die Hochhäuser investiert, um die Fassaden zu verschönern. Der Innenausbau ist schon angelaufen.

Auch wenn es keine Fördergelder geben sollte: Die Eingänge der Häuser 1 und 5 werden barrierefrei gestaltet und foyerartig ausgebaut: "Damit es dort nicht mehr so dunkel und eng ist."