„Bridget Jones‘ Baby“ ist ausgesprochen munter

Neu im Kino

Nach einer Serie von Flops wollte Renée Zellweger Hollywood den Rücken kehren, für ihre Paraderolle als Bridget Jones trat sie trotzdem an. 12 Jahre nach dem letzten Film ist sie wieder als Königin der Fettnäpfchen zu sehen, als Stehauf-Weibchen, das alle Nackenschläge weg lächelt, komme es noch so dicke.

20.10.2016, 15:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dr. Rawling (Emma Thompson) darf Bridget Jones (Renée Zellweger) als Erste zur Schwangerschaft gratulieren.

Dr. Rawling (Emma Thompson) darf Bridget Jones (Renée Zellweger) als Erste zur Schwangerschaft gratulieren.

"Bridget Jones' Baby" genießt den Vorteil, bei Kinogängern eine eingeführte Marke zu sein, da ist es gestattet, wenn der Film in der Schublade von "Wisst ihr noch, damals?" kramt. So wird Hugh Grants Schürzenjäger aus Teil 2 in einer Trauerfeier verabschiedet, und Bridget findet vor einer Schar russischer Model-Gazellen die bewegenden Worte, der Mann habe viele der Anwesenden berührt. Autsch, wieder ein Fettnapf.

Ganz die Alte

Bridget ist ganz die Alte - eine von Selbstzweifeln geplagte Miss Unperfekt, die ihr Sein und Tun ironisch kommentiert und oft neben sich steht. "Was mache ich hier bloß? Habe ich das wirklich gesagt?"

Zellwegers Geheimwaffe ist ein schiefes, verlegenes Grinsen, mit dem Bridget nach jedem Patzer zu retten versucht, was zu retten ist. An ihrem 43. Geburtstag hockt sie zuhause, bläst Single-Trübsal und macht sich mit dem Gedanken vertraut, dass knisternde Erotik wohl Schnee von gestern ist. Wie man sich täuschen kann: Eine Freundin schleift Bridget auf ein Rockfestival. Reichlich beschickert landet Bridget in der falschen Jurte und im Bett von Jack (Patrick Dempsey). Ciao bello, war schön mit Dir!

 

Eifersucht und Hahnenkämpfe

Als sie bei einer Taufe ihre verflossene Liebe Mark (Colin Firth) trifft, hat Bridget erneut ein Techtelmechtel - und wird schwanger. Wer ist der Vater, Mark oder Jack? Neu sind die Kapriolen um zwei Papas in spe zwar nicht, dafür mit Gespür für Situations- und Typenkomik in Szene gesetzt. Eifersucht und Hahnenkampf zwischen steifem Briten (Firth) und lässigem Amerikaner (Dempsey).

Noch mehr Scharmützel warten im TV-Sender, wo Bridget arbeitet und eine Riege junger Stutzer das Sagen hat. Eine munter unterhaltsame Wohlfühl-Komödie in der Regie von Sharon Maguire

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