Briefe ohne Unterschrift

Susanne Schädlich

Seit dem Mauerfall sind zwar schon fast 30 Jahre vergangen, doch immer noch kommen Geschichten aus der DDR zutage, die zumindest im Westen kaum jemand kannte.

05.06.2017, 13:44 Uhr / Lesedauer: 1 min
Briefe ohne Unterschrift

Briefe ohne Unterschrift von Susanne Schaedlich

So eine Geschichte erzählt das Buch "Briefe ohne Unterschrift". Darin berichtet Autorin Susanne Schädlich von einer BBC-Sendung, in der von 1949 an 25 Jahre lang immer freitags Briefe von Menschen aus der DDR vorgelesen wurden.

Oft waren die Absender verzweifelt, kritisierten das SED-System, erhofften sich Hilfe aus dem "freien Westen" durch das Team in London. Und meistens waren es tatsächlich Briefe ohne Unterschrift, weil die Schreiber Repressalien befürchteten, wenn ihre Identität bekannt wurde, weil ihr Brief von der Stasi abgefangen wurde.

Spannende Dokumentation

Die Autorin entdeckt Briefe und schildert ihren Versuch, mehr über die Menschen in Erfahrung zu bringen, die hinter der Sendung standen. Und selbst in den Zeiten des Kalten Krieges in der DDR und West-Berlin unterwegs waren.

Eine spannende Dokumentation über das Leben und die Gefühle von Menschen aus der DDR. Eine Geschichte, die wohl den meisten von uns völlig unbekannt war und dank des Buches nun bekannt wird.

Susanne Schädlich: Briefe ohne Unterschrift, 304 S., Knaus, 19,99 Euro, ISBN 978-3-8135-0749-2.