Bronzeskulptur steht jetzt auf dem Phönix-Platz

Der "Hüttenmann"

HÖRDE Er ist wieder da. Stolzen Blickes wacht er vor der Hochofen-Kulisse auf dem Phönix-Platz – der Hüttenmann. Und anders als beim Dortmunder Kaffeetafel-Streit löste dieses 1953 erschaffene Kunstwerk ausschließlich Begeisterung aus.

von Von Peter Bandermann

, 18.05.2009, 18:02 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bronzeskulptur steht jetzt auf dem Phönix-Platz

Ullrich Sierau, Willi Garth und Dr. Rolf Heyer mit dem Hüttenmann, der jetzt auf dem Phönix-Platz steht.

Genau wie Axel Fuchs, der seinen Ärger über den Umzug auf die andere Seite der Emscher noch immer nicht verkraftet hat: „Dass er nach Dortmund gefahren wurde, war eine Schande. Man hat ihn uns einfach weggenommen.“ Und Willi Garth hat ihn wiederhergeholt. Seine 2005 ausgesprochene Idee  war überall auf Zustimmung gestoßen: Im Westfalenpark, bei der Landesentwicklungsgesellschaft und in der Bezirksvertretung. Mit viel Freude über das Gesamtkunstwerk aus Bronze und den grenzüberschreitendem Tatendrang enthüllten Stadtdirektor Ullrich Sierau, Willi Garth und der Geschäftsführer der Landesentwicklunggesellschaft, Dr. Rolf Heyer, auf dem Phönix-Platz den Hüttenmann, der mit offenen Visier und langer Leserschürze an die Stahlarbeit erinnert.

„Dieser Hüttenmann ist ein Symbol für Wohlstand und Blüte in Dortmund. Und mit diesem Wachstum hat Nordrhein-Westfalen einst über den Länderfinanzausgleich den Strukturwandel in Bayern bezahlt. Das will dort aber niemand hören“, frotzelte Ullrich Sierau. Für Dr. Rolf Heyer verbindet der Hüttenmann Phönix-West, die Kultur und ein neues Leben in Hörde. Worauf auch die Bigband der passenderweise an der Hochofenstraße beheimateten Marie-Reinders-Realschule anspielte: Die Jungen und Mädchen gaben unter der Leitung von Sabine Strasburger die Symphonie „Aus der neuen Welt“ von Antonin Dvorak und ein Stück aus „Die Schöne und das Biest“ zum Besten – einen schöneren Empfang hätte es für den Hüttenmann nicht geben können.