Brotreste im Bornekamp schaden Enten und dem Teich

rnWasserquelle repariert

Quellwasser plätschert wieder in den ersten Teich im Bornekamp. Das Problem des beschädigten Quellsteins ist behoben. Der gefährdeten Wasserqualität im Teich macht aber weiterhin menschliches Fehlverhalten zu Schaffen: An Enten verfüttertes Brot ist schädlich für das Wasser und die Tiere.

Unna

, 27.07.2018, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vor einigen Wochen hatten Unbekannte kleine Steine und Äste in das Loch des Quellsteins im Bornekamp gestopft. Diese Sachbeschädigung hatte zur Folge, dass das Gerät nicht mehr funktionierte. Die Stadtbetriebe mussten die Anlage stilllegen, die aus dem Wasser der Jakobsquelle gespeist wird. Inzwischen ist das Problem behoben. Ralf Tittel von den Stadtbetrieben erklärt, man habe einen langen Bohrer besorgt, um damit den Unrat aus dem Rohr herauszubohren. Nun plätschert wieder Wasser aus dem Stein.

Dieses etwas größere Rinnsal sei derzeit die einzige Frischwasserquelle, die den ersten Bornekampteich speist. Der Kortelbach fließt theoretisch in den Teich, fällt im Sommer aber trocken. Zudem verliert der Tümpel Wasser, da die Teichfolie irreparabel undicht ist. Deswegen wird auch ein Neubau der Teichanlage geplant. „Und von oben kommt ja im Moment auch kein Wasser“, sagt Tittel mit Verweis auf den Regenmangel.

Wasser droht umzukippen

Die Sorge um die Wasserqualität ist also wieder groß, und hier kommen die Entenfütterer ins Spiel. Die Wasservögel mit Brotresten zu „versorgen“, ist eine beliebte Freizeitveranstaltung, bringt aber gerade jetzt erhebliche Probleme mit sich. Brotbrocken und Entenkot führten dazu, dass das Wasser mit zusätzlichen Nährstoffen angereichert wird, teilt die Stadt mit. Es entstünden immer mehr freischwimmende Algen. Diese verhinderten durch ihren Schatten das Vordringen der Sonnenstrahlen in tiefere Uferbereiche und schließlich fehle Unterwasserpflanzen das Licht für den pflanzlichen Stoffwechsel, die Photosynthese. „Sie sterben ab. Und mit ihnen oft das ganze Gewässer“, heißt es in einer Mitteilung aus dem Rathaus.

Fütterung macht Enten krank

Den Enten selbst tun Parkbesucher mit ihrer Fütterung keinen Gefallen. Brot oder Gebäck lasse den Magen aufquellen. Salz und Zucker sei für die Vögel erst recht schädlich. Enten fänden in Parks eigentlich genug zu fressen. Durch Fütterung verlören sie die Scheu vor Menschen und würden so leicht zu Opfern von Autos oder Hunden. „Besucher sollten es aus diesen Gründen unterlassen, Enten zu füttern“, sagt Stadtsprecher Christoph Ueberfeld.

Das Futter ziehe außerdem auch andere Tiere an, vor allem die unerwünschten Ratten, die die Stadt auf der anderen Seite wieder mit Giftködern bekämpfen muss.