Brückenbau in Rekordzeit: Wichtige Brücke in Hagen wieder freigegeben

Hochwasserkatastrophe

Eine wichtige Verbindungsbrücke in Hagen, die durch das Hochwasser zerstört wurde, ist wieder freigegeben. Dank eines neuen Verfahrens konnte sie als erste Brücke so schnell errichtet werden.

Hagen

von Malin Langer

, 21.09.2021, 16:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nach der Hochwasserkatastrophe wird in Hagen-Priorei eine neue Brücke wieder freigegeben.

Staatssekretär Dr. Hendrik Schulte (l) besichtigt mit Ludger Siebert (Landesbetrieb Straßenbau NRW) die Baustelle. Im Hintergrund MdB René Rössel. Im Hagener Ortsteil Priorei wurde eine Brücke auf der Landstraße 701 nach ihrem Neubau eingeweiht. © picture alliance/dpa

Nach der Hochwasserkatastrophe im Juli hat der Landesbetrieb Straßen.NRW in zwei Monaten eine neue Brückenkonstruktion an der L701 im Hagener Ortsteil Priorei fertiggestellt und wieder freigegeben. Die Brücke war im Juli eingestürzt fortgespült worden, die Straße dadurch gesperrt.

„Die Landesstraße 701 hat eine weitreichende Verbindungsfunktion in dieser Region“, sagt Straßen.NRW-Direktorin Dr. Petra Beckefeld. „Daher ist es für uns als Straßenbauverwaltung wichtig, schnellstmöglich die Mobilität der Menschen wiederherzustellen.“

Um schnell voranzukommen, hat das Land dafür gesorgt, dass Ersatzneubauten ohne weitere Genehmigungsverfahren und Umweltverträglichkeitsprüfungen gebaut werden können. Die Brücke in Hagen-Priorei ist die erste Brücke in NRW, die davon profitieren konnte und jetzt bereits fertiggestellt ist.

Während der Hochwasserkatastrophe Mitte Juli hatte sich der Epscheider Bach, der unterhalb der L701 fließt, zu einem reißenden Strom entwickelt und gravierende Schäden angerichtet. Die alte Brücke aus dem Jahr 1890 wurde von den Wassermassen fortgespült und die Straße dadurch unpassierbar für den Verkehr.

500-Tonnen-Kran im Einsatz

Der Neubau besteht aus acht kastenförmigen Betonfertigteilen, die nun die neue Brücke mit einer Gesamtlänge von 3,50 Metern und einer Breite von 23 Metern bilden. Ein 500-Tonnen-Kran hatte die Fertigteile Mitte August passend eingehoben.

Von zunächst 220 Straßensperrungen nach der Unwetterkatastrophe vom 14./15. Juli 2021 sind 95 Prozent wieder aufgehoben, die Straßen befinden sich im Bau oder die Schadensbeseitigungen wurden beauftragt. Bei den verbliebenen besonders komplizierten Fällen sind vor Baubeginn weitere Untersuchungen oder Planungen notwendig.

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