Buch erinnert an Jahrhundert-Regen

Hochwasserkatastrophe 2008

IM WESTEN Die Wassermasen des 26. Juli 2008 hatten Peter Strenge sprach- und hilflos gemacht. Seiner Erinnerungen an diesen schlimmen Tag hat er nun in einem Buch festgehalten.

von Von Arndt Brede

, 22.07.2009, 12:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bei dem Hochwasser in Dortmund 2008 waren vor allem die westlichen Stadtteile betroffen. Die Forscher untersuchen unter anderem, wie empflindlich eine Region für Hochwasserereignisse ist.

Bei dem Hochwasser in Dortmund 2008 waren vor allem die westlichen Stadtteile betroffen. Die Forscher untersuchen unter anderem, wie empflindlich eine Region für Hochwasserereignisse ist.

„Ich habe die Wassermassen selbst erlebt“, sagt Strege. „Und ich habe mich gefragt, wie man mit solch einer Katastrophe umgehen kann.“ In den Tagen und Wochen nach dem 26. Juli 2008 habe er dann gesehen, dass die Positionen nicht miteinander zu vereinen waren: „Da war die Emschergenossenschaft, die erklärt hat, dass Wassermassen solchen Ausmaßes nicht zu stemmen seien. Da waren die Stadt und die Politik, die zwar Hilfe organisiert, aber die Leute nicht an die Hand genommen haben.  Und da waren die Betroffenen, die erwarten, dass alles geregelt wird.“

Und dann habe er auch noch kurz nach dem Hochwasser die Ausstellung „Floating Colours“ (Fließende Farben) erlebt, in der der Emscherwandel dokumentiert wurde. „Das mögen die Betroffenen zu dem Zeitpunkt als zynisch empfunden haben, so dass Gespräche zwischen allen Beteiligten nicht mehr möglich waren“, vermutet Strege. Sein Buch soll dazu beitragen, die Gespräche wieder aufleben zu lassen. "Transformation" heißt es und es soll, so der Strege, "die Nachdenklichkeit in weitere Ebenen transformieren".