Budget von 552 Millionen Euro

Sozialtarifvertrag für Opel

Der Sozialtarifvertrag für die Opel-Mitarbeiter steht. Das teilte die IG Metall ihren Mitgliedern Freitag, 13. Juni, in den Metallnachrichten mit. Die Details sollen den Opel-Beschäftigten am Montag, 16. Juni, in den Dortmunder Westfalenhallen vorgestellt werden. Informationen gab es für Metaller bereits jetzt.

13.06.2014, 18:23 Uhr / Lesedauer: 2 min
Budget von 552 Millionen Euro

Nun stellte die IG Metall den Sozialtarifvertrag für Opel vor. Zufrieden ist Betriebsratschef Rainer Einenkel aber nicht.

Die Abfindung beträgt maximal 250.000 Euro. Es gibt unter anderem zusätzlich 500 Euro für jedes Jahr der Betriebszugehörigkeit über das 24. Jahr hinaus gibt. Die Transfergesellschaft schützt mindestens bis Ende 2016 vor Arbeitslosigkeit. Das Einkommen in der Gesellschaft wird für maximal sieben Monate auf 100 Prozent des letzten Nettogehalts aufgestockt. Die Absicherung für Jahrgang 1959 und älter gilt für rund 750 Beschäftigte. Ihr Krankenkassenbeitrag wird von 160 auf 200 Euro erhöht. Auch Schwerbehinderte der Jahrgänge 1960/61 können die Abfindungsregelung für Ältere nutzen. Die Zahl der Arbeitsplätze in Werk III wird um 265 auf rund 700 erhöht. Außerdem sei die Ausbildung finanziell abgesichert. Sie können auch ihre Ausbildung ordnungsgemäß beenden. Das betrifft auch die 40 Auszubildenden die in diesem Jahr noch eingestellt werden sollen.

Weiter kommentieren wollte die IG Metall den 16-seitigen Vertrag, der juristisch wasserdicht und belastbar sei, noch nicht. Das solle am Montag geschehen. Auch der Bochumer Betriebsratsvorsitzende Rainer Einenkel hält sich mit Kommentaren zum Vertrag zurück. Der sei zwischen der IG Metall und dem Opelvorstand ausgehandelt. Diese beiden Parteien sollten den Vertrag am Montag dann erst einmal vorstellen. Anschließend wolle er aber noch das Gespräch suchen. Immerhin seien einige Punkte, die der Tarifkommission wichtig gewesen seien, in den Vertrag gekommen, andere nicht. Einenkel will nach den Gründen fragen. Zufrieden ist er nicht. „Ich kann auch nicht ansatzweise zufrieden sein. Schließlich wird das Werk geschlossen.“ Der Tarifvertrag könne diesen Verlust niemals aufwiegen.

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