Büchereien bleiben geöffnet

Ausschuss für Kultur und Sport

BOCHUM Die Zweigbüchereien in Gerthe und Querenburg sollen nicht geschlossen werden. Das beschloss am Freitag der Ausschuss für Kultur und Sport in seiner ersten Sitzung.

von Von Ronny von Wangenheim

, 27.11.2009, 18:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Proteste der Kinder und Eltern in Gerthe waren erfolgreich.

Die Proteste der Kinder und Eltern in Gerthe waren erfolgreich.

Hier der Aufsteller zur Kulturhauptstadt, da der Wimpel für die Frauen-Fußball-WM - ein wenig mussten sich die Politiker an die neue Konstellation gewöhnen. Und auch die "sportliche Schnelligkeit" des Ausschussvorsitzenden Wolfgang Horneck wurde von den Kulturpolitikern ausgebremst. Das Haushaltssicherungskonzept enthält nunmal viele Schlachtfelder.Keine Einsparungen im Kinderbereich

"Wir wollen keine Einsparungen im Kinder- und Jugendbereich", erklärte gestern Gudrun Goldschmidt für die rot-grüne Koalition. Gerade in Gerthe, wo die Bücherei Tür an Tür mit den Schulen arbeitet, sei eine Schließung nicht möglich. Da war der Protest, der sich in Gerthe formiert hatte, nicht vergebens. 2000 Unterschriften waren spontan gesammelt worden, weitere 1000 konnte Horneck gestern entgegennehmen.

840 000 Euro, so die Verwaltung, könnten bei der Schließung der beiden Zweigstellen eingespart werden. Jetzt soll die Verwaltung prüfen, ob Kooperationen, günstigere Unterbringungen und neue Konzepte helfen, Geld zu sparen. In Wattenscheid soll wie in der Zentralbücherei der Mittwoch als Schließungstag eingeführt werden: 330 000 Euro Einsparung.

Einig in ihrem Protest waren sich die Fraktionen auch beim Stadtarchiv/Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte. Hier schlägt die Verwaltung vor, das Stadtarchiv auf seine Pflichtaufgaben zu reduzieren, für die Archivbestände ein neues Gebäude zu bauen und die vor zwei Jahren bezogenen Räume an der Wittener Straße aufzugeben. 1,5 Millionen Euro sollen so gespart werden. Vor allem die CDU will die Erhaltung des Zentrums für Stadtgeschichte. Kulturdezernent Michael Townsend, der eine Reihe von Prüfanfragen mit auf den Weg bekam, zeigte sich unzufrieden: "Wir sehen uns außerstande die geforderten Einsparungen ohne solche Maßnahmen zu erreichen."

Beschlüsse zur freien Szene Verschoben auf den Hauptausschuss wurden die Beschlüsse zur freien Szene, die möglichst von den Kürzungen ausgespart werden soll, und zu der Bochumer Symphonie. In allen Fraktionen wird derzeit noch einmal geklärt, wie und ob angesichts der neuen Zahlen der Bau der Spielstätte möglich wird.