Bürger befürchten zu hohe Feinstaubwerte an den Tunnel-Ausgängen

B236 in Berghofen

Der B236-Tunnel Berghofen wird wieder zum Politikum: Es geht um Feinstaub- und CO2-Belastung. Es geht um Sorgen der Bürger vor erhöhten Werten gerade bei den Ein- und Ausfahrten des Tunnels. Die SPD in der Bezirksvertretung Aplerbeck hat eine Idee und wir sagen Ihnen welche.

BERGHOFEN

, 07.12.2015, 18:08 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bürger befürchten zu hohe Feinstaubwerte an den Tunnel-Ausgängen

Jan Gravert (SPD) auf einer Fußgängerbrücke über die B236. Im Hintergrund das Süd-Portal des Tunnels. Hier könnte, so die SPD, Feinstaub in größerer Menge auftreten.

 

Was hat die SPD Fraktion in der Bezirksvertretung vor?

Mit einem Antrag bittet sie die Verwaltung, die Feinstaub- und CO2- Belastung zu messen. Der Antrag fand Unterstützung bei den anderen BV-Mitgliedern und wurde einstimmig angenommen.

Was sagt der Antrag aus?

Es geht um die Sorge der Bürger, die befürchten, dass gerade an den Ein- und Ausfahrten des B236-Tunnels in Berghofen die Belastung mit Feinstaub und CO2 besonders hoch ist. Schon 2013 gab es einen Antrag der SPD, die Belastung zu messen, damals kam der Antrag aber nicht durch.

Gibt es überhaupt Feinstaub-Messstationen am Tunnel?

Nein, ebenso wenig gibt es innerhalb des Tunnels Systeme, die die Luft filtern. Der Luftaustausch erfolgt durch die durchfahrenden Fahrzeuge und die Kaminwirkung, bedingt durch die ansteigende Bauweise.

Was gibt es denn für Sicherheitssysteme im Tunnel?

Der Tunnel ist ausgestattet mit sogenannten "Sichttrübe"-Messgeräten, sodass man sofort eine Rauchentwicklung bemerkt. Ist das der Fall, werden entsprechende Lüfterprogramme hinzu geschaltet. Zudem gebe es noch eine CO2-Messung, die aber aufgrund des geringen CO2-Ausstoßes der modernen Motoren kaum noch reagiert, so ein Mitarbeiter von Straßen-NRW.

Wer ist für eine eventuelle Messung zuständig?

Da ist zum einen die Stadt Dortmund, zum anderen die Bezirksregierung Arnsberg. Einer von beiden müsste einen Messauftrag geben.