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Bürger beteiligen sich an Diskussion über Viktoriaquartier

Stadtgespräch

Mehr als 100 Interessenten lockte das Stadtgespräch zum Thema Viktoriaquartier am Mittwochabend. Das neue Einkaufszentrum bewegt die Bochumer. Mit Experten sprachen sie vor allem über die Auswirkungen des Einkaufszentrums auf den Husemannplatz und die Viktoriastraße.

BOCHUM

von Von Maral Feizbakhsh

, 26.06.2014
Bürger beteiligen sich an Diskussion über Viktoriaquartier

Matthias Pfeifer und Dr. Ernst Kratzsch (v.l.) beim Stadtgespräch

Bei Klaus Kuliga, Vorsitzender des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs in Bochum, läuteten bei den Worten „Viktoriastraße wird zur Fußgängerzone“ die Alarmglocken. „Sie ist für Fahrradfahrer von großer Bedeutung. Das darf man nicht vergessen.“ Auch für Friedrich Kreidt ist die Viktoriastraße ein heikles Thema: „Die Buslinien müssen über sie fahren. Eine Umleitung über den Westring wäre unzumutbar.“ Stadtbaurat Kratzsch beruhigte die beiden jedoch direkt: „Die Viktoriastraße wird weiterhin von Fahrrädern und Bussen frequentiert.“ Viele Anwesende sorgten sich auch um die Zukunft des Husemannplatzes. Die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin für Bochum-Mitte, Elke Heufel, betonte, dass aus dem Platz keine Steinwüste werden dürfe, die nur als Durchgang dient. „Der Platz braucht Aufenthaltsqualität. Heute spielen dort Kinder am Brunnen und viele Menschen sitzen auf den Bänken. Dieses Leben muss weiterhin bestehen.“

„Die wichtigste Frage für uns ist: Welche Art von Einzelhandel kommt da rein?“ Angelika Nickel-Horn und Rainer Nickel haben die Befürchtung, dass „anderen Bochumer Unternehmen das Wasser abgegraben wird.

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So soll das Einkaufszentrum aussehen

Die Entscheidung, wer das neue Einkaufszentrum in Bochum bauen darf, ist am Freitag, 31. Januar, gefallen. Der Entwurf für die Gebäude, die am Viktoriaquartier entstehen sollen, liegt vor.
03.02.2014
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So sieht der Entwurf für das geplante Einkaufszentrum am Viktoriaquartier aus.© Thomas Aschwer
14.500 Quadratmeter Verkaufsfläche sind laut des Entwurfs auf dem Areal eingeplant.© Thomas Aschwer
Die Jury hat den Entwurf vor allem wegen gewählt, weil es sich dabei nicht um ein geschlossenes Einkaufszentrum handelt.© Thomas Aschwer
Ernst Kratzsch gefällt der Entwurf. Die Vorgaben des Wettbewerbs seien in "fast perfekter Form" eingehalten worden, sagt er.© Thomas Aschwer
14.500 Quadratmeter Verkaufsfläche sind laut des Entwurfs auf dem Areal eingeplant.© Thomas Aschwer
Ernst Kratzsch gefällt der Entwurf. Die Vorgaben des Wettbewerbs seien in "fast perfekter Form" eingehalten worden, sagt er.© Thomas Aschwer
So sieht der Entwurf für das geplante Einkaufszentrum am Viktoriaquartier aus.© Thomas Aschwer
So stellen sich die Planer den Blick vom ebenfalls umgebauten Husemannplatz auf das neue Einkaufszentrum vor. Wo es heute ein durchgängiges Jusitzgebäude gibt, soll es später eine breite Passage geben.© Thomas Aschwer
Stadtbaurat Dr. Ernst Kratzsch berichtete über die Entwicklung des Viktoriaquartiers.© Thomas Aschwer
Stadtbaurat Dr. Ernst Kratzsch berichtete über die Entwicklung des Viktoriaquartiers.© Thomas Aschwer
Stadtbaurat Dr. Ernst Kratzsch berichtete über die Entwicklung des Viktoriaquartiers.© Thomas Aschwer
Stadtbaurat Dr. Ernst Kratzsch quittiert sein Amt.© Thomas Aschwer
Wer aus dem Rathaus kommt, würde nach den Vorstellungen der Planer auf das neue Einkaufszentrum mit dem "frei gestellten" Schlegelturm schauen. Der historische Telekomblock müsste aber dafür weichen.© Thomas Aschwer
Schlagworte Bochum

Das Zentrum darf nichts Vergleichbares bieten, sondern etwas Besonderes – einen Magnet.“ Stadtbaurat Dr. Ernst Kratzsch und Architekt Matthias Pfeifer erläuterten deshalb die Pläne. Ab 2016 soll ein neues Stadtquartier entstehen, das den Umbau des aktuellen Justiz-, Telekomblocks und des angrenzenden öffentlichen Raums mit sich bringt.

Das neue Quartier soll 20 000 Quadratmeter neue Verkaufsfläche bieten und darüber hinaus Büroräume und Wohnungen beinhalten. Pfeifer bezeichnet es als „Einkaufszentrum der dritten Generation“, da es ein offenes und in die Stadt integriertes System mit fünf einzelnen Blöcken werde. Details sind aber noch nicht festgelegt. Anregungen aus der Bevölkerung sollen deshalb den Planungsprozess durchgehend begleiten. Online kann der Bebauungsplan eingesehen werden. Stellungnahmen können direkt online oder auf dem Postweg an das Stadtplanungsamt erfolgen.  

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