Bürger geizen beim Heizen

10.07.2007, 11:27 Uhr / Lesedauer: 1 min

Bochum Die Bürger geizen zunehmend beim Heizen. Nach der jährlichen Verbrauchsanalyse der Eschborner Techem AG für 122 westdeutsche Städte sank der Durchschnittsverbrauch binnen acht Jahren um 13,41 Prozent von 17,75 Litern Heizöl pro Quadratmeter Wohnfläche (l/m²) auf 15,37 l/m² für die Heizperiode 2005/06.

Die Analyse offenbarte auch große Verbrauchsunterschiede zwischen den einzelnen Städten. So hatten die Bochumer mit 13,63 l/m² einen ausgesprochen niedrigen Verbrauch - Platz 12 unter den 122 Städten. Ermittelt wurden die Werte auf der Basis von 1059 Wohnungen. Im Vergleich zu 97/98 sparten die Bochumer 1,78 l/m² (11,55 Prozent). Niedrigstverbraucher sind die Städte Lünen (12,25 l/m²), Castrop-Rauxel (12,93) und Dinslaken (12,93). Im Mittelfeld lagen die Bremer (15,44), Mannheimer (15,46) und Marburger (15,48). Die Städte mit dem größten Energieverbrauch sind Lübeck (17,96) Cuxhaven (17,98), Norderstedt (18,50), und Husum (18,56).

Trotz des gesunkenen Heizölverbrauchs: Die Heizkosten sind in den letzten acht Jahren stetig gestiegen - sie haben sich sogar verdoppelt. Techem-Niederlassungsleiter Markus Hinners: «Um den Anstieg der Heizkosten erträglich zu halten, darf die Wohnungswirtschaft nicht nachlassen, energiesparende Maßnahmen zu ergreifen.