Bürger haben große Pläne für Huckarde

Projekt "Nordwärts"

Zehn Jahre, sieben Stadtbezirke, ein Ziel: Das Projekt „Nordwärts“ will die Stärken der nördlichen Stadtbezirke betonen. Bis 2025 soll sich die Lebensqualität für die Einwohner verbessern. Über den Stand der Dinge Huckarde haben sich 50 Bürger am Dienstag beim „Nordwärts“-Bürgercafé informiert. Das sind die wichtigsten Punkte.

HUCKARDE

, 11.11.2016, 02:01 Uhr / Lesedauer: 2 min
Beim "Nordwärts"-Bürgercafé stellen Stadt und Bürger ihre Pläne für den Norden, vor allem für Huckarde, vor.

Beim "Nordwärts"-Bürgercafé stellen Stadt und Bürger ihre Pläne für den Norden, vor allem für Huckarde, vor.

Durch die Bürgercafés können Einwohner ihre Ideen einbringen. „Das ganze Projekt basiert auf Bürgerbeteiligung“, sagte der stellvertretende Bezirksbürgermeister Peter Spineux, „die Vorschläge werden auf Machbarkeit geprüft und zum Schluss vorgestellt.“ Welche Ideen es für Huckarde gibt, gab die Stadt Dortmund am Mittwoch in einer Pressemitteilung bekannt:

Huckarde-Nord

„Auf der Kokerei Hansa soll ein Jugendtreff entstehen“, sagte Thomas Bernstein (CDU). Wie die Quartiersanalyse gezeigt habe, fehlten Angebote für Kinder und Jugendliche. Mit dem Integrierten Handlungskonzept (IHK) Huckarde-Nord sollen unter anderem die Wohn- und Lebensqualität gesteigert und das Image verbessert werden – letzteres zum Beispiel durch eine bessere Beschilderung der vorhandenen Angebote. Die Bürger wünschten sich, den Bus- und Bahnverkehr sowie die Radwege bis zur Uni auszubauen.

Deusenberg

Von der ehemaligen Mülldeponie zum Freizeitpark soll sich der Deusenberg entwickeln. Eine Mountainbike-Arena gibt es bereits. Die Gichtgasleitung könnte zum Skywalk umfunktioniert werden. Außerdem fehle ein Aussichtspunkt: „Dort oben hat man einen guten Überblick über Dortmund“, sagte Spineux. Damit auch Menschen mit Behinderung Zugang haben, sind neue Wege angedacht. Bei der Internationalen Gartenausstellung 2027 (IGA) könnte der Deusenberg zum Vorzeigeprojekt werden. „Hier gibt es bereits eine ganze Fülle von Ideen“, sagte Stefan Thabe vom Stadtplanungsamt, „unter anderem könnte eine Seilbahn vom Deusenberg zur Kokerei Hansa führen.“

Seenplatte

Eine Dortmunder Seenplatte stellt sich Georg Sümer von der Stadtentwässerung vor. Der Mühlenbach liegt an der Grenze zwischen Kirchlinde und Westerfilde nahe der A 45. Dort könnte ein neuer See entstehen – der wäre nicht nur gut für die Menschen, sondern auch fürs Mikroklima. Die Bevölkerung solle nach ihren Bedürfnissen zum Seeprojekt befragt werden, forderten die Teilnehmer des Bürgercafés.

Ringerzentrum

In der alten Maschinenhalle des Tüv Nord könnte ein Ringerzentrum entstehen. Dieses Projekt stellten Karl-Martin Dittmann vom KSV Kirchlinde und Martin Sannemann vom Stadtplanungs- und Bauordnungsamt vor. Der Deutsche Ringer-Bund will auf dem Gelände ein deutschlandweites Leistungszentrum errichten. Auch andere Gesundheitsangebote wie ein Fitnessstudio oder eine Physiotherapeutische Praxis könnten angesiedelt werden. Die Bürger äußerten den Wunsch, für Vereine und Events Räume zur Verfügung zu stellen. 

Das nächste Bürgercafé ist am Montag (14. 11.) um 17 Uhr im „Haus der Vielfalt“, Beuthstraße 21. Dabei geht es um den Stadtbezirk Innenstadt-West und Dorstfeld. Anmeldung unter Tel. 5 02 77 27 oder per E-Mail an mnaeve@stadtdo.de. Weitere Infos unter

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