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BUND übernimmt Patenschaft für Streuobstwiese in Kirchderne

Mehr als nur Bäume

Mehr als 100 Streuobstwiesen gibt es in Dortmund. Drei von ihnen sind nun in der Obhut der BUND-Kreisgruppe der Stadt. In einem Kooperationsprojekt können ehrenamtliche Naturschützer sich so in der Streuobst AG engagieren - für den Erhalt eines echten Kulturgutes, das nicht nur Blumen und Bäume beherbergt.

Kirchderne

, 07.05.2015
BUND übernimmt Patenschaft für Streuobstwiese in Kirchderne

Die Streuobstwiese an der Karmschen Heide nahe dem Hof Schulte-Mäter nützt auf vielfältige Weise der Natur.

Das ist nicht einfach eine Wiese mit ein paar Bäumen, sondern ein Stück Kulturlandschaft. Das machten Thomas Quittek und Jochen Helle vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) sowie Dr. Uwe Rath und Gesa Köster vom Umweltamt auf der Streuobstwiese an der Karmschen Heide in Kirchderne deutlich.

Patenschaft für eine Wiese

Sie ist eine von über 100 Streuobstwiesen in Dortmund, 30 davon sind in der Obhut des Umweltamtes. Für drei hat die BUND-Kreisgruppe Dortmund jetzt die Patenschaft übernommen. Das heißt, sie sorgt für ein regelmäßiges Mähen der Wiese und führt einen fachgerechten Obstbaumschnitt durch. Ein gut gepflegter Apfel-Hochstamm beschert bei guter Pflege 60 bis 80 Jahre lang fast jedes Jahr eine Ernte.

„Streuobstwiesen dienten früher der Versorgung der Bevölkerung“, erklärte Thomas Quittek. „So hatte jeder Bauernhof seine Streuobstwiese.“ Noch vor 60 Jahren habe es nämlich nicht ganzjährig Obst im Supermarkt gegeben. „Da gab es keinen Apfel aus Neuseeland.“

Versorgung städtischer Einrichtungen

Die Menschen mussten die Äpfel einlagern, wenn sie das ganze Jahr über Obst essen wollten.  Spuren davon sind auch heute noch zu finden. Jochen Helle berichtete, dass kürzlich beim Aufbau des Schulbiologischen Zentrums im Rombergpark zehn der gleichen Bäume nebeneinander entdeckt worden seien. Dies seien Obstbäume, die der Versorgung der Kliniken und städtischer Einrichtungen dienten.

„Ein Apfel hat eine hohe gesundheitliche Wirkung“, warb Thomas Quittek für das heimische Obst. Sorten, die sich gut lagern lassen, sind zum Beispiel Ontario und der rote Eiserapfel, der bereits seit 500 Jahren in Deutschland angebaut wird. Zudem leben hier seltene Tierarten, wie etwa der Steinkauz.

"Echt Dortmunder Apfelsaft" vom BUND

Aus den geernteten Äpfeln macht der BUND  seinen „Echt Dortmunder Apfelsaft“. Diesen gibt es zum Beispiel im Dortmunder Kornhaus, Lindemannstraße 14. Großen Anklang fand die Präsentation heimischer Apfelsorten auf dem Kastanienfest im letzten Jahr im Rombergpark. Der BUND wird auch in diesem Jahr am 11. Oktober wieder mit einem Stand dort vertreten sein und über 30 Apfelsorten vorstellen.

Wer Interesse an der Mitarbeit in der AG Streuobstwiesen hat, kann sich beim BUND melden: Tel. 16 28 24 oder E-Mail: . Weitere Informationen – unter anderem eine Liste heimischer Obstsorten – findet sich auf der Internetseite des .