Bundespräsident Steinmeier besucht nach Flutkatastrophe Erftstadt

Unwetter

Erftstadt im Kreis Euskirchen ist besonders hart von der Unwetterkatastrophe getroffen worden. Der Bundespräsident will sich dort ein Bild von der Lage machen, die noch unübersichtlich ist.

Erftstadt

17.07.2021, 08:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier äußert sich im Schloss Bellevue zu den Überschwemmungen in Deutschland.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier äußert sich im Schloss Bellevue zu den Überschwemmungen in Deutschland. © picture alliance/dpa

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier kommt am Samstag in den von der Unwetterkatastrophe besonders hart getroffenen Rhein-Erft-Kreis. Nach Angaben des Bundespräsidialamtes besucht das Staatsoberhaupt am Mittag (12.30 Uhr) zusammen mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) Erftstadt, wo in den vergangenen Tagen zahlreiche Häuser und Autos weggespült worden waren.

Steinmeier will sich in der Feuerwehrleitzentrale ein Bild von der aktuellen Lage machen und mit Rettungskräften sprechen. Ein Besuch des Bundespräsidenten in den betroffenen Flutgebieten von Rheinland-Pfalz ist nach Angaben einer Sprecherin der Mainzer Staatskanzlei vom Freitagabend derzeit nicht geplant.

Innenminister Reul geht von mehreren Toten aus

Unterdessen gehen die Aufräumungs- und Rettungsarbeiten in den Katastrophengebieten weiter. Bis Freitagabend war noch offen, ob es in Erftstadt Todesopfer zu beklagen gibt. „Wir gehen von mehreren Toten aus, wissen es aber nicht“, sagte der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU). Bislang gibt es nach Angaben des NRW-Innenministeriums landesweit mindestens 43 Todesopfer und viele Verletzte. „Die Lage ist sehr unübersichtlich“, sagte Reul.

Am Freitagabend hatte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in einer Videokonferenz von der Koordinierungsgruppe des nordrhein-westfälischen Innenministeriums über die aktuelle Lage im Katastrophengebiet informieren lassen. Mit dabei waren auch Laschet und Reul. Merkel sicherte kurz- und langfristige Unterstützung durch den Bund für die betroffenen Menschen in den Hochwassergebieten zu.

dpa

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