Bundeswehr: AKK kündigt neuen Freiwilligendienst an

Bundeswehr

Die neue Wehrbeauftragte Eva Högl hatte die Wiedereinführung der Wehrpflicht angeregt. Dem erteilt Bundesverteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer eine Absage. Sie plant etwas anderes.

Berlin

von Daniela Vates

, 04.07.2020, 18:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) plant eine freiwillige Testausbildung in der Bundeswehr. (Archivbild)

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) plant eine freiwillige Testausbildung in der Bundeswehr. (Archivbild) © picture alliance/dpa

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) plant eine freiwillige Testausbildung in der Bundeswehr. Es sei geplant, diesen Dienst noch im Juli vorzustellen, sagte Kramp-Karrenbauer bei einer digitalen CDU-Konferenz in Berlin.

Jugendliche sollten sechs Monate eine militärische Grundausbildung durchlaufen, an die sich dann weitere sechs Monate Reservedienst anschlössen. Die ersten Dienste sollten 2021 starten.

Kramp-Karrenbauer hatte vor einem Jahr ein allgemeines Dienstjahr angeregt, bei dem Jugendliche sich nach ihrer Schulzeit in einem gesellschaftlich relevanten Bereich engagieren sollten. In der CDU gebe es die Tendenz dazu, dieses Dienstjahr als Pflicht einzuführen, sagte Kramp-Karrenbauer. Ziel sei, angesichts des Auseinanderdriftens der Gesellschaft eine Möglichkeit einzuführen, in der man zeigen könne, „wie man sich für das große Ganze verantwortlich fühlt“. Dabei könnten „auch Menschen, die zugewandert sind, Verantwortung übernehmen und Wertschätzung erfahren“.

Einer Wiedereinführung der Wehrpflicht, die die neue Wehrbeauftragte Eva Högl angeregt hatte, erteilte die Ministerin eine Absage: „Es geht nicht darum, die Wehrpflicht wieder einzuführen. Es geht um die Frage eines Dienstes für die Gesellschaft.“ Die Wehrpflicht ist seit 2011 ausgesetzt.