Buschbrände in Australien: Jetzt sterben auch Fische an den Folgen der Feuer

Feuer in Australien

Nicht nur Landtiere wie Koalas und Kängurus werden durch die Buschbrände in Australien massiv bedroht. Nun sterben auch die Fische.

Sydney

28.01.2020, 10:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Buschfeuer in Australien zerstören Dörfer, Natur, Tiere. Jetzt sterben auch die Fische in den Flüssen.

Die Buschfeuer in Australien zerstören Dörfer, Natur, Tiere. Jetzt sterben auch die Fische in den Flüssen. © picture alliance/dpa

Dass bereits Millionen von Tieren durch die Buschbrände gestorben sind, ist bekannt. Dabei handelt es sich unter anderem um viele Koalas und Kängurus. Doch nun machen die Feuer auch Tieren zu schaffen, bei denen man es nicht erwartet hat - Fischen.

Wie der „Guardian“ berichtet, sind im australischen Bundesstaat New South Wales schon hunderttausende Fische gestorben. Grund dafür sei die durch den Regen in die Gewässer gespülte Asche.

Demnach befürchten Ökologen, dass der fast 300 Kilometer lange Macleay Fluss im Nordosten von New South Wales Jahrzehnte brauchen werde, um sich wieder zu erholen.

Teile des Flusses würden laut Einheimischen stark nach faulender Vegetation und toten Fischen stinken. „Nach dem, was ich gesehen habe, wäre ich nicht überrascht, wenn jeder Fisch auf mindestens 100 Kilometern des Flusses ausgelöscht wurde“, sagte der Fischer Larry Newberry dem „Guardian“. Er befürchtet, dass dieses Schicksal noch weitere Flüsse in durch die Brände betroffenen Bundesstaaten ereilen werde.

Mehrere Fischarten vom Sterben betroffen

Zu den bisher gemeldeten toten Fischarten in dem Fluss gehörten laut der Zeitung der australische Barsch, Aal, Meerbarbe, Meerbarbe mit gelben Augen, Hering, Kolben und Wels. Einwohner hätten Feuerwehrpumpen und -schläuche genutzt, um das Wasser wieder mit mehr Sauerstoff zu versorgen.

Laut Professor Lee Baumgartner, einem Süßwasserökologen der Charles Sturt Universität, sind die Fische erstickt. Die Asche im Wasser befördere demnach die Bildung von Bakterien, die Sauerstoff aus dem Wasser ziehen.

Auf der Website von New South Wales wird außerdem berichtet, dass es auch Hunderte von toten Fischen am Tilba-See an der Südküste von New South Wales gebe. Außerdem starben demnach auch Tausende von Fischen im Hastings Fluss in der Nähe von Port Macquarie.

RND/hsc