BV stoppt geplanten Abriss: Kautsky-Pavillon wird zum Asyl von Falken und Malern

SCHARNHORST Bis Juni vorigen Jahres wurde er genutzt, seitdem steht er leer und soll eigentlich abgerissen werden: der 1979 errichtete Pavillon an der Kautsky-Grundschule, der nach einer Untersuchung der Stadt unauffällige Messwerte aufweist und nur im Raum links "geruchsauffällig" ist.

von Von Uwe Brodersen

, 03.09.2008, 13:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
Alle, die im Buschei-Pavillon ihr Domizil hatten, müssen raus.

Alle, die im Buschei-Pavillon ihr Domizil hatten, müssen raus.

Dieser Pavillon soll nach dem Willen der Bezirksvertretung (BV) Scharnhorst nun zum Asyl für die "Falken" und den Hobbymalclub werden. Beide wurden gemeinsam mit der Geschäftsstelle des TuS Scharnhorst heimatlos, als sich herausstellte, dass der von ihnen genutzte ehemalige Schulpavillon am Buschei 28 nicht mehr sicher ist (wir berichteten). Bei einer turnusmäßigen Überprüfung durch eine Dachdecker-Firma waren so gravierende Schäden festgestellt worden, dass die städtische Immobilienwirtschaft aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht sofort die Sperrung des Gebäudes verhängte.

"Der Kautsky-Pavillon ist ja noch in einem ganz guten Zustand", sagte SPD-Fraktionssprecher Rüdiger Schmidt dem Stadtteilparlament. "Wir haben daraufhin bei der Stadt interveniert, damit sie den eigentlich geplanten Abriss jetzt nicht durchführt."Regelung soll  bis Frühjahr 2009 gelten

Einstimmig folgte die BV dem SPD-Antrag, zunächst auf den Abriss zu verzichten, damit "Falken" und Hobbymaler eine zwischenzeitliche Bleibe an der Kautskystraße finden können. Diese Regelung soll bis zum Frühjahr nächsten Jahres gelten. Wenn die beiden Gruppen ein anderes Domizil gefunden haben, steht dem Abriss des Kautsky-Pavillons aus Sicht der BV nichts mehr im Wege.

Für den TuS Scharnhorst komme der Kautsky-Pavillon nicht in Frage, so Rüdiger Schmidt, da die Räumlichkeiten zu klein seien. SPD-Ratsfrau und TuS-Mitglied Ulrike Matzanke werde sich sicherlich anderweitig um geeignete Räume bemühen.