Café International vereint monatlich Nationen

DRK-Projekt

Ein Jahr ist es her, dass das "Café International" im Keller des Rotkreuz-Zentrums an der Annenstraße erstmals zusammenkam. Gesucht und gefunden haben sich die Initiatorinnen am Ehrenamtstag des Vorjahres. Irgendwie passte alles sofort. Und mittlerweile haben die monatlichen Treffen Tradition.

ANNEN

von Von Barbara Zabka

, 11.09.2012, 17:09 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bildzeile fehlt... kommt!
Foto: Zabka

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Themenabende ergänzen das Angebot. Die drehen sich allerdings nicht nur um Köstlichkeiten für den Magen, sondern auch um andere, alltägliche Dinge. Dinge, die den einen vertraut sind. Dinge, bei denen andere sagen: „Upps, wie war das noch gleich?“ Ein großes Anliegen dieser Initiative des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ist es auch, ein fundamentales Vorurteil aus der Welt zu räumen. „Mit dem DRK verbinden viele ausländische Mitbürger die Assoziation Kirche“, erklärt Sozialarbeiterin Maren Windemuth (46). „Das erzeugt Berührungsängste, die wir aus der Welt schaffen wollen. Denn das DRK ist eine durchaus weltliche Hilfsorganisation.“

Diesen Standpunkt vertreten auch die anderen Frauen der ersten Stunde. Dazu gehört Tanja Söndgen (37) vom DRK, die sich um alles Praktische und Organisatorische kümmert. „Planen, Einkaufen, Betreuen, Aufräumen. Das ist schon eine Menge Arbeit“, betont sie. Ohne die tatkräftige Hilfe von Cecilia Schneider (36) aus Mombasa/Kenia und Nicme Omeirat (30) aus der Türkei wäre dies alles nicht möglich. Beide sind der Liebe wegen Ende der 90er-Jahre nach Deutschland gekommen. Seit einem Jahr leisten sie im „Cafe International“ ihren individuellen Beitrag, um kulturelle Schranken auf rein menschlicher Ebene zu überwinden.

Es kommen Menschen aus aller Herren Länder. Aus Kenia, Polen, Botswana, Ghana, Tunesien, Türkei, Venezuela, Nigeria, Russland und den Philippinen – um nur einige Beispiele zu nennen. Beim „Café International“ hat jeder ein Forum gefunden, um über Themen zu reden, die allen auf den Nägeln brennen. Kindererziehung, Blutspenden, Kopftücher, Verhütung. Zumeist sind Frauen mit ihren Kinder da. Manchmal bringen sie ihre Männer mit. Denn das gegenseitige Verstehen beginnt schon in der Familie.