„Car-Freitag“ in NRW: Polizei zieht Bilanz

Tuning-Szene

Der „Car-Freitag“ gilt als Saisonauftakt der Tuning-Szene. Die Polizei in NRW verstärkte daher vielerorts die Kontrollen. Eine Bilanz.

NRW

11.04.2020, 18:48 Uhr / Lesedauer: 1 min
Am sogenannten "Car-Freitag" kontrolliert die Polizei Treffen der Tuningszene. Der Car-Freitag am Karfreitag gilt als Saisonauftakt in der Tuningszene.

Am sogenannten "Car-Freitag" kontrolliert die Polizei Treffen der Tuningszene. Der Car-Freitag am Karfreitag gilt als Saisonauftakt in der Tuningszene. © dpa

Der für viele Autotuner als „selbsternannter Feiertag“ bekannte „Car-Freitag“ verlief 2020 in Nordrhein-Westfalen deutlich ruhiger als in den vergangenen Jahren.

So auch in Dortmund. Hier musste die Polizei nur zwei Autos beschlagnahmen. Allerdings gab es auf dem Gelände Phoenix-West, dem Treffpunkt der Tuner, am Nachmittag durchaus ein reges Treiben. Etwa 60 bis 80 Autos - nicht alle aus der Tuning-Szene - zählte die Polizei. Dennoch blieb es ruhiger, als in den vergangenen Jahren.

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Auch die Kölner Polizei hatte an diesem Tag verstärkt kontrolliert. Zeugen meldeten eine Gruppe von neun Sportwagen in der Nähe einer Autobahnauffahrt. Die Fahrer hielten sich zwar laut Polizei an die Coronaschutzverordnung, doch an vier der Oberklassewagen stellte die Polizei technische Veränderungen fest, weshalb die Betriebserlaubnis entzogen wurde.

„Deutlich weniger“ Raser auf den Straßen

Im Kölner Stadtgebiet wurden 412 Geschwindigkeitsüberschreitungen gemessen, in 47 Fällen waren sie so hoch, dass Anzeige erstattet wurde. Insgesamt war laut einem Sprecher jedoch „deutlich weniger“ auf den Straßen los als in den vergangenen Jahren.

Diese Beobachtung teilen auch andere Polizeidienststellen im Land. Auch in Duisburg kontrollierte die Polizei am Karfreitag verstärkt und stellte 116 Geschwindigkeitsüberschreitungen fest, elf Fahrer erhielten ein Fahrverbot. Zwei technisch veränderte Autos beschlagnahmte die Polizei jeweils in Dortmund und Düsseldorf.

Paderborn hatte Treffen komplett untersagt

Die Szene in Gelsenkirchen verhielt sich laut Polizei „weitgehend unauffällig“, es kam zu lediglich vier Ordnungswidrigkeiten. In Paderborn hatte die Stadt per Allgemeinverfügung Tuning-Treffen untersagt. Dort war auf den Straßen „so gut wie gar nichts los“, sagte ein Sprecher am Samstag.

Bereits am Donnerstag stoppte die Polizei in Gelsenkirchen ein illegales Straßenrennen in der Altstadt, wie sie am Samstag mitteilte. Einen der Fahrer erwartet eine Anzeige, nach dem zweiten Raser wird noch gefahndet.

dpa/kar

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