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Galilei unter den Sternen

Castrop-Rauxel Das Ensemble des Westfälischen Landestheaters in Castrop-Rauxel (WLT) zeigt den "Galilei" am 1. Dezember um 20 Uhr (Premiere) und am 2. Dezember um 18 Uhr in der Stadthalle.

07.11.2007

Zur Einstimmung in das Stück veranstaltet das Planetarium Bochum gemeinsam mit dem WLT eine Lesung zum Thema, die am Donnerstag, 15. November, um 19.30 Uhr unter der Sternenkuppel an der Castroper Straße in Bochum stattfindet (Eintritt: 5,50 Euro). Mit dabei: Stefan Rehberg (er spielt den Galileo Galilei) und Dennis Laubenthal (er spielt u.a. den Ludovico).   

Galileo Galilei

  Der italienische Naturwissenschaftler Galileo Galilei untermauerte durch eigene Forschungen das Weltbild des Kopernikus, dass sich nämlich die Erde um die Sonne dreht, und geriet deswegen mit der Kirche in Konflikt. Er wurde wegen Ketzerei angeklagt und schwor 1633 in Rom vor dem Inquisitionsgericht von seinen Entdeckungen ab, widerrief jedoch angeblich mit dem Ausspruch "Und sie (die Erde) bewegt sich doch". Erst 1992 wurde Galilei von Papst Johannes Paul II. öffentlich rehabilitiert. Bertolt Brechts Stück "Das Leben des Galilei", das sich mit dem Begriff Wahrheit beschäftigt und mit der sozialen Verantwortung des Wissenschaftlers, entstand 1938 und dreht sich um Frage, wie sich angesichts einer gewaltigen Propaganda-Maschinerie und der systematischen Ausschaltung aller Opposition der um die Wahrheit Wissende verhalten soll.

Bertolt BrechtRegisseur Ralf Ebeling: "Brecht hat seinen `Galilei` mehrfach umgeschrieben, jeweils unter dem Eindruck sich verändernder Ereignisse in der Wissenschaft und ihrer Auswirkungen auf die Politik, zum Beispiel die Atombombenabwürfe in Japan am 6. und 8. August 1945." Man müsse sich immer wieder die Frage stellen, wie Wissenschaft funktioniert. Wie ist das heute: Wer bezahlt wen? In wessen Auftrag werden Studien erstellt? Und eben: Wie wahr ist die jeweilige Aussage eines wissenschaftlichen Forschungsergebnisses? "Diese Aspekte herauszuarbeiten", sagt Ebeling, "ist für mich das Faszinierende und das Aktuelle an dem `Galilei`."

        

 

       

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