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Gelbe Hand wird zum Symbol

Demo gegen Fremdenhass

Die gelbe Hand wird zum gemeinsamen Symbol der Demonstration und Kundgebung gegen Fremdenhass an diesem Samstag auf Schwerin. Darauf haben sich die teilnehmenden Akteure verständigt.

CASTROP-RAUXEL

von Von Michael Fritsch

, 11.04.2012
Gelbe Hand wird zum Symbol

Nahmen schon einmal für die Demo Aufstellung: Necla Istunsoy, Ruzyie Malkus und Valentina Mass (v. l.) vom IBKF

In Anlehnung an eine entsprechende Kampagne französischer und deutscher Gewerkschafter in den 80er- und 90er-Jahren gegen die Diskriminierung ausländischer Arbeitnehmer wollen Parteien, Gewerkschaften, Nachbarn und andere Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt ihre Solidarität mit der deutsch-türkischen Familie I. dokumentieren, die seit Wochen von ihrem direkten Nachbarn mit einem fremdenfeindlichen Plakat traktiert wird.

Auch ein Appell von Bürgermeister Johannes Beisenherz konnte den Mann bislang nicht bewegen, die Tiraden von seinem Gartenhaus zu entfernen. Die Staatsanwaltschaft Dortmund bestätigte gestern den Eingang des Abschlussberichtes des Polizeipräsidiums Recklinghausen. Ob das Plakat den Tatbestand der Volksverhetzung nach Paragraf 130 Strafgesetzbuch erfüllt, soll zeitnah entschieden worden. Unabhängig von der juristischen Bewertung gingen die Vorbereitungen für die Demonstration, die am Samstag um 12 Uhr auf dem Neuroder Platz beginnen wird, weiter. Die veranstaltenden Organisationen stellten gestern noch einmal ihren aktuellen Aufruf vor, das mit einem durchgestrichenen Foto des Hassplakates versehen ist. Darin werden die Schmähungen als „Angriff auf jeden von uns“ bezeichnet.

Der DGB stellte sich noch einmal ausdrücklich hinter diesen Aufruf und legte allen Gewerkschaftsmitgliedern die Teilnahme an der Demonstration nahe. In einem entsprechenden Aufruf heißt es unter anderem: „Das, was sich hier ein Schweriner Bürger herausnimmt, hat nach unserer Definition nichts, aber auch gar nichts mit freier Meinungsäußerung zu tun“. Ergänzend stellen DGB-Ortsverbandschef Udo Behrenspöhler und seine Stellvertreterin Sabine Seibel fest: „Es ist schon ein starkes Stück, was sich die Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt von diesem ausländerfeindlichen Schweriner gefallen lassen müssen.“

Auch die benachbarte Siedlergemeinschaft Dorlohpark solidarisierte sich gestern ausdrücklich mit der attackierten Familie. 

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