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Kalender für Äthiopien

CASTROP-RAUXEL Es ist bereits ein Jahr her, dass die 17-jährige Paula Kift die Europastadt verließ, um in Norwegen ihren Abschluss zu machen.

von Von Benedikt Reichel

, 02.11.2007
Kalender für Äthiopien

<p>Unterstützen Paul Kift bei ihrer Kalender-Aktion: (v.r.) Papa Roy Kift und die Mitarbeiter des Welt-Ladens Rosemarie Rost, Pfarrer Hans-Jürgen Knipp und Christa Hirschhausen. Reichel</p>

In gut einem Monat kommt Paula zurück nach Castrop-Rauxel - zumindest für die Winterferien - und im Gepäck hat sie Kalender über die Westsahara. Diesen hat sie zusammen mit Schülern ihres United World College entworfen, um damit Geld für eine Schule in Äthiopien zu sammeln. Dort werden 140 Schüler unterrichtet, die sonst keine Chance auf Bildung haben.

Zimmergenossin

Hintergrund der Aktion ist die multikulturelle Zusammensetzung des United World College. Jugendlich aus über 80 Nationen gehen hier gemeinsam den Weg zum Abitur. "Das hört man unglaubliche Geschichten", berichtet Papa Roy Kift von Gesprächen mit seiner Tochter. So auch die von Paulas Zimmergenossin Tekber. Das junge Mädchen lebte selbst in einem der afrikanischen Flüchtlingslager, erlebte die Armut und Not dort am eigenen Körper. Mit dem Kalender wollen Paula und ihre Freunde auf die Situation der 170 000 Flüchtlinge in Afrika aufmerksam machen.

Bereits jetzt können die Spendenkalender im Welt-Laden und im Bioladen Löwenzahn begutachtet und für acht Euro vorbestellt werden. Bis zum Nikolaustag liegen die Listen aus. Sobald Paula Kift in der Europastadt gelandet ist, wird sie die bestellten Exemplare ausliefern.

Spendenlauf

Der Kalender ist nicht die erste Aktion der Schülerinnen. In Norwegen organisierten sie bereits einen Spendenlauf nach dem bekannten Vorbild "Wandern für die Andern". An der Aktion des Adalbert-Stifter-Gymnasium hatte Paula Kift während ihrer Schulzeit dort bereits aktiv teilgenommen. Auch in Norwegen war das Wandern ein großer Erfolg. Mit den Kalendern sollen nun noch mehr Geld für die Schule in Äthiopien zusammenkommen. "Vielleicht können wir den Schülern nicht nur die Basismaterialien, sondern auch einen zusätzlichen Lehrer bereit stellen", hofft Paula Kift.Weltweit gibt es zwölf United World Colleges an denen 24 Schüler aus Deutschland unterrichtet werden. Paula Kift hat ein Stipendium des Roten Kreuzes.

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