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Krankenhäuser sind gewappnet gegen MRSA-Bakterien

CASTROP-RAUXEL Multi-resistente Keime (MRSA) können für immungeschwächte Menschen eine tödliche Gefahr in Krankenhäusern darstellen (wir berichteten). In Castrop-Rauxel sind die Krankenhäuser gegen die aggressiven Bakterien gewappnet.

von Von Christoph Witte

, 19.05.2008 / Lesedauer: 2 min
Krankenhäuser sind gewappnet gegen MRSA-Bakterien

Im St. Rochus-Hospital geht man mit allen Mitteln gegen gefährliche Keime vor.

Robert Kralemann, Chefarzt der Gynäkologie im EVK, ist zuständig für die MRSA-Kontrolle: "Jeder Risikopatient wird bei Ankunft einem Screening unterzogen." Der MRSA-Schnelltest gibt schon nach wenigen Stunden Aufschluss darüber, ob der Patient den gefährlichen Virus in sich trägt. Zu den Risikogruppen zählen unter anderem Diabetiker, Menschen aus Altersheimen, mit offenen Wunden oder vielen Krankenhausaufenthalten.

Robert Kralemann, Chefarzt der Gynäkologie im EVK, ist zuständig für die MRSA-Kontrolle: "Jeder Risikopatient wird bei Ankunft einem Screening unterzogen." Der MRSA-Schnelltest gibt schon nach wenigen Stunden Aufschluss darüber, ob der Patient den gefährlichen Virus in sich trägt. Zu den Risikogruppen zählen unter anderem Diabetiker, Menschen aus Altersheimen, mit offenen Wunden oder vielen Krankenhausaufenthalten.

Nicht jeder wird getestet

Doch nicht jeder Patient wird automatisch getestet, ein Restrisiko bleibt. "Würden wir alle plus Personal testen, hätten wir locker Kosten von 150 000 Euro im Jahr", rechnet Tiemann vor und appelliert an eine staatlich geförderte Prävention, wie sie in den Niederlanden üblich ist.

Im EVK treten laut Kralemann 40 bis 60 MRSA-Fälle per anno auf. "In den letzten zehn Jahren waren aber alle von außerhalb." Soll heißen: Der MRSA-Erreger wurde eingeschleppt. Die Hygienehürden im Krankenhaus funktionieren.

Wird MRSA diagnostiziert, kommt der Patient auf ein Einzelzimmer. Gäste, Ärzte und Pflegepersonal dürfen nur in Einmalschutzanzügen zu ihm. Das Zimmer wird später besonders gründlich gereinigt. "In Stippvisite-Kontrolle überprüft das Gesundheitsamt, ob unsere Mitarbeiter den Maßnahmenkatalog beherrschen", sagt Tiemann. "Tun Sie es mehrfach nicht, gibt es zu Recht Ärger."

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