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„Lieber einmal zuviel“

CASTROP-RAUXEL Die Stadt ist geschützt – zumindest was Impfungen gegen Masern angeht. Im Kreis Recklinghausen hat Castrop mit die beste Durchimpfungsquote. Dr. Ulrike Horacek, Leiterin des Kreisgesundheitsamts, gibt schon jetzt Entwarnung.

von Von Caroline Uschmann

, 20.11.2007

Nach den Weihnachtsferien startet das Amt an allen weiterführenden Schulen im Vest eine Überprüfung der Impfpässe. Eingebunden ist die Aktion in eine Kampagne des NRW-Gesundheitsministeriums.

Einverständnis der Eltern

Bei Lücken im Impfpass gibt es eine Information an die Eltern, verbunden mit dem Appell, ihr Kind zum Arzt zu schicken. Besonderes Augenmerk wird auf Masern gelegt. In den Fällen, in denen es keine Rückmeldung über einen Schutz gibt, soll es Impfangebote direkt an der Schule geben. „Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig impfen“, meint Ulrike Horacek. „Schaden kann das nicht.“ Grundvoraussetzung bleibe immer das Einverständnis der Eltern. Für die gesamte Kreisbevölkerung sei der Impfschutz noch immer nicht ausreichend.

Castrop hat beim Schutz die Nase vorn

Dafür müssten 95 Prozent zweifach gegen Masern geimpft sein oder eine sichere Masernerkrankung durchgemacht haben. Doch auch hier hat Castrop die Nase vorn. Etwa 87 Prozent aller eingeschulten Kinder waren laut Ulrike Horacek im Jahr 2006 bereits zweifach gegen Masern geimpft. „Leider haben wir keine Zahlen für die weiterführenden Schulen“, so Ulrike Horacek.

Keiner wird gezwungen

„Wir wissen aber, dass mit steigendem Alter die Nachlässigkeit oft größer wird.“ Deshalb sollten in der Stadt die Impfpässe genauso überprüft werden wie im gesamten Kreis. Es bleibt die Frage: Wie weit gehen die Appelle an die Eltern? „Niemand wird zur Impfung gezwungen“, sagt Ulrike Horacek. „Das ist auch gar nicht nötig. Der Anteil der tatsächlichen Verweigerer liegt bei höchstens zwei Prozent.“

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