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Mahnwache gegen die weitere Nutzung von Atomenergie

"Fukushima ist überall"

Die Bilder aus Japan versetzen viele Menschen in Angst, die Anti-Atomkraft-Bewegung erhält bundesweit Auftrieb. "Atomkraft? Nein Danke" - der Aufkleber aus den 80-er Jahren ist wieder da und wurde am Montag auch auf dem Lambertusplatz verteilt.

CASTROP-RAUXEL

von Von Peter Wulle

, 14.03.2011 / Lesedauer: 2 min
Mahnwache gegen die weitere Nutzung von Atomenergie

Die Ratsmitglieder Udo Weber und Ulrich Werkle von den Grünen beteiligten sich an der Anti-Atom-Mahnwache.

Das von den Grünen und anderen im November 2010 gegründete "Aktionsbündnis gegen die Verlängerung der AKW-Laufzeiten", hatte dazu eingeladen. Mitglieder in Strahlenschutzanzügen und ABC-Masken verteilten Flugblätter mit der Überschrift "Fukushima ist überall - Atomausstieg jetzt." Ulrich Werkle von den Grünen freute sich über einen regen Zulauf: "Das Thema ist den Menschen wieder ganz nah."Atomkraftwerke zu verantworten? Im Gespräch mit unserer Zeitung haben die beiden Vertreter Castrop-Rauxels im Bundestag, Frank Schwabe (SPD) und Philipp Mißfelder (CDU) im Vorfeld der Mahnwache ihre Haltung zur Atomenergie dargelegt. Beide haben wir gefragt: Ist der Betrieb von Atomkraftwerken in Deutschland verantwortbar und sicher? Frank Schwabe, der gerade auf dem Weg nach Berlin zu einer Sondersitzung von Partei und Fraktion war, antwortete: "Was heißt Sicherheit? Es gab noch nie eine Sicherheit und es wird auch nie eine geben. Atomenergie ist nicht beherrschbar." Der anfälligste Bereich eines Reaktors sei die Stromversorgung. Und er erläuterte weiter: "Wir schaffen in Deutschland permanent Überkapazitäten in einer Größenordung wie sie fünf AKW produzieren. Fünf AKW könnte man also morgen abschalten. Die Forderung der SPD ist: Die sieben ältesten AKW innerhalb eines Jahres vom Netz zu nehmen. Das ist möglich, ohne dass es zu einem Stromengpass kommt."Laufzeitverlängerung aussetzen

Philipp Mißfelder erreichten wir nach der Sitzung des CDU-Präsidiums in Berlin. Seine Antwort: "Ich habe im Herbst der Laufzeitverlängerung im Bundestag zugestimmt, in dem Bewusstsein, dass ein Restrisiko immer bleibt. Jetzt ist eine neue Situation. Was wir erleben, ist eine Weltkatastrophe. Deshalb habe ich heute im Präsidium zugestimmt, die Laufzeitverlängerung für drei Monate auszusetzen."

 

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