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Vater aus Ickern sammelt Unterschriften für Petition

Ungleichbehandlung bei Kita-Gebühren

45.000 Unterschriften will ein Vater aus Castrop-Rauxel sammeln und damit erreichen, dass sein Anliegen in Form einer Petition im NRW-Landtag vorgebracht wird. Björn Johannsen aus Ickern weist auf die ungerechte Behandlung so genannter "Kann-Kinder", die nicht voll vom beitragsfreien letzten Kita-Jahr profitieren, wenn sie frühzeitig eingeschult werden.

CASTROP-RAUXEL

, 31.07.2015
Vater aus Ickern sammelt Unterschriften für Petition

Fürs letzte Kita-Jahr ihrer Kinder müssen die Eltern keinen Beitrag zahlen – für Kinder, die vorzeitig eingeschult werden, gilt das aber nicht. Das hat Eltern aus Ickern jetzt auf die Palme gebracht.

Es geht ihm ums Prinzip. Und um Gleichbehandlung. Dem Ickerner Björn Johannsen und seiner Frau platzte der Kragen, als sie erfuhren, dass die Elternbeiträge für „Kann-Kinder“ im letzten Kita-Jahr höher sind als für „Regel-Kinder“.

Der Töchterchen Carla Maria ist vierdreiviertel Jahre alt. „Kann“ und soll nach dem Willen der Eltern im Sommer 2016 eingeschult werden. Seit 2011 ist das letzte Kindergartenjahr in Nordrhein-Westfalen beitragsfrei. Aber nur für „Regel-Kinder“ – also die Kinder, die mit sechs Jahren ein I-Männchen werden.

"Vier Monate gefühlte Ungerechtigkeit"

Der Paragraph 23 im Kinderbildungsgesetz (KiBiz) von NRW ' type='' href='http://www.mfkjks.nrw.de/web/media_get.php?mediaid=32292&fileid=109435&sprachid=1ist es, der das Ickerner Elternpaar auf die Palme bringt. Darin ist die Rede davon, dass die Eltern der vorzeitig eingeschulten Kinder erst ab dem 1. Dezember vom Beitrag für die Kita befreit sind. Macht also vier Monate gefühlte Ungerechtigkeit. „In unserem Fall 700 Euro“, erklärt Johannsen im Gespräch mit unserer Redaktion. Und stellt gleich klar: „Ich mache der Stadt keinen Vorwurf, wenn ich die Stadt wäre, würde ich auch so handeln.“

Die Stadt hat, wie Sprecherin Maresa Hilleringmann bestätigt, die Vorgaben im KiBiz in ihre Satzungen übernommen. Heißt: Auch in Castrop-Rauxel müssen Eltern von „Kann-Kindern“ mehr für den Besuch des letzten Kita-Jahres ihres Sprösslings bezahlen als „Regel-Kinder“.

45.000 Unterschriften

In anderen NRW-Städten sehe das aber teilweise anders aus, weiß Johannsen. Auch Hamburg als Stadtstaat verzichte auf den Passus mit den „Kann-Kindern“. Johannsen will das breiter thematisieren, eine Online-Petition an den Landtag schicken. 45.000 Unterschriften brauche er dafür, berichtet der Ickerner. Am Donnerstagabend hat er das Thema ins Netz gestellt, wie er berichtet. Und knapp 150 Unterstützer weiß er bei Facebook schon hinter sich.

„Ich bilde mir nicht ein, das Gesetz ändern zu können“, so Johannsen. Aber wenn daraus eine Diskussion innerhalb der Elternschaft erwachse, sei das erste Ziel schon erreicht. Mit der Petition der Facebook-Gruppe zielt der Vater darauf ab, dass sich die zuständige Ministerin mit dem Thema auseinandersetzt. Im Durchschnitt werden nach Angaben von Maresa Hilleringmann in Castrop-Rauxel um die zehn Kinder pro Schuljahr vorzeitig eingeschult. In diesem Jahr sind es elf, die allerdings nicht alle einen Kindergarten in unserer Stadt besucht haben, sondern auch aus der Umgebung kommen. 

geht es zur Online-Petition von Björn Johannsen.

 

 

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