Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

FWI und Grüne plädieren gegen Erhöhung von Essensgeld

OGS-Beiträge könnten deutlich steigen

Ratspolitikerin Annette Korte von der Freien Wählerinitiative ist stocksauer: Die Stadt hat gepennt und die Eltern sollen es ausbaden, sagt sie. Es geht um die Ankündigung der Verwaltung, dass die Beiträge für Eltern nach mehreren Jahren erstmals steigen.

Castrop-Rauxel

19.04.2018
FWI und Grüne plädieren gegen Erhöhung von Essensgeld

Ravioli mit Salat – ein Essen, das bei Kindern auf Gegenliebe stößt. Die Eltern müssen für ihre Kinder in den Offenen Ganztagsschulen einen Beitrag dafür leisten. Und der soll erstmals seit Jahren, aber dafür recht deutlich angehoben werden. © Bernd Paulitschke

Bei der Freien Wähler Initiative (FWI) hat die geplante Erhöhung des Verpflegungsgeldes an den Offenen Ganztagsgrundschulen und in den Kitas für helle Empörung gesorgt. Unsere Redaktion hatte vergangene Woche darüber berichtet. „Das ist doch ein absolutes Unding, 15 Jahre hat man bei der Stadt gepennt und jetzt sollen die Eltern mit einer derart drastischen Erhöhung bestraft werden“, schimpft Ratsmitglied Annette Korte.

„Bei 13 Wochen Ferien volle 11 Monate Geld von den Eltern“

Die Erhöhung von über 60 Prozent bei der OGS und 30 Prozent bei den Kitas stelle Familien mit mehreren Kindern vor große finanzielle Probleme, Das könnte auch das Bildungs- und Teilhabe-Gesetz nicht auffangen. Danach können Bezieher von Transferleistungen einen Antrag zur Entlastung stellen. „Und bei 13 Wochen Ferien volle 11 Monate Geld von den Eltern zu verlangen, das geht gar nicht“, sagt Korte.

Jetzt lesen

Dazu müsse man wissen, dass in Castrop-Rauxel 28 Prozent der Kinder an der Armutsgrenze lebten – so zumindest die letzte Information aus dem Jugendhilfeausschuss. Da müssten Lösungsansätze entwickelt werden, um die tatsächliche Inanspruchnahme gerecht zu gestalten. Pauschalen taugten hier nicht. Dazu gehöre auch, dass Eltern von Kita-Kindern das Verpflegungsgeld zurückerstattet bekommen müssten, wenn ihr Kind längere Zeit krank sei.

„Weder angemessen noch sozialverträglich“

Auf ihrer Homepage kündigen auch die Grünen an, gegen die Erhöhung zu stimmen. „Aus unserer Sicht sind diese Preierhöhungen weder angemessen noch sozialverträglich“, erklärt Grünen-Fraktionschef Bert Wagener. Die Grünen pochen wie die CDU und die FWI beim Thema OGS-Ausbau auf die Erstellung eines Gesamtkonzeptes für gesundes Essen in allen Schulen und Kindergärten.

Jetzt lesen
Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt