CDA warnt: Die Wurzeln nicht kappen

Beim neuen Grundsatzprogramm der CDU will die heimische CDA noch ein Wörtchen mitreden.

03.07.2007, 15:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

BOCHUM Nach dem einstimmigen Vorschlag des CDU-Bundesvorstandes zum Programm wird sich der Kreisverband der CDA Bochum ab sofort - noch vor dem CDU-Kreisparteitag im November - mit strittigen Programmpunkten auseinander setzen. Schon im Vorfeld der Diskussionen um das Grundsatzprogramm hatte sich die CDA mit wichtigen Elementen des Entwurfs beschäftigt und dazu auch den Vorsitzenden der CDA-Grundsatzprogramm-Arbeitsgruppe, Pfarrer Dr. Dr. Elmar Nass angehört.

Der CDA-Kreisvorstand hat vor wenigen Tagen eine siebenköpfige Arbeitsgruppe unter Leitung des CDA-Kreisvorsitzenden Norbert Siewers (Foto), der stv. Vorsitzenden Helga Hundrieser und des Vorstandsmitglieds Matthias Lück etabliert. Lück arbeitete schon in der zentralen Bochumer Grundsatzkommission unter Federführung des Europaabgeordneten Dr. Christoph Konrad mit.

Die CDA Bochum legt Wert darauf, dass Kernelemente des alten Parteiprogramms, wie die Grundwerte Solidarität, Freiheit und Gerechtigkeit, erhalten bleiben. Dafür will sie auch kämpferisch eintreten: «Wir wollen nicht dazu beitragen, dass die CDU ihre eigenen Wurzeln kappt».

Neue Schwerpunkthemen sind...

Auch in der heimischen CDA hat sich aber die Einsicht durchgesetzt, dass das 1994er-Programm nicht mehr in allen Aussagen heutigen Anforderungen entspricht. Vor allem Globalisierung und Demografie (mehr Alte, weniger Junge) müssten stärker in den Mittelpunkt gerückt werden - Siewers: «Hinter diesen Begriffen stehen für Deutschland künftig Herausforderungen, auf die die Politik reagieren muss.»

Natürlich im Konsens mit der breiten Masse: «Wir wollen, dass sich im neuen Grundsatzprogramm weite Teile der Bevölkerung vertreten fühlen, damit es gelingt, den Volksaparteicharakter der CDU zu erhalten.» Deshalb hat die CDA auch folgende Kernfragen auf die Agenda gesetzt: Brauchen wir eine neue soziale Marktwirtschaft? Ist die soziale Gerechtigkeit überholt? Wie stehen wir zur der Forderung nach Generationen-Gerechtigkeit? stö