CDU für Rückbau von Wohnanlagen

NETTE/WESTERFILDE Die zunehmenden Wohnungsleerstände in Nette und Westerfilde treiben den Mengeder Bezirksvertretern weiterhin die Sorgenfalten auf die Stirn.

von Von Beate Dönnewald

, 06.02.2008, 17:01 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die CDU-Fraktion sieht in einem Rückbau der großen Mietwohnanlagen und einem Concierge-Einsatz wie am Hörder Clarenberg Lösungsansätze, um einer Ghettobildung vorzubeugen und gleichzeitig ein attraktiveres Wohnumfeld zu schaffen. Damit teilen sie die Ansicht von Isabella Knappmann von den Bündnisgrünen, die sich zu der Problematik kürzlich in einem RN-Interview äußerte.Interessiert ist die CDU-Fraktion auch an konkreten Zahlen.

Deshalb legte Fraktionssprecher Herbert Paschke in der vergangenen Sitzung einen Antrag vor, in dem Verwaltung aufgefordert wird, Auskunft über die derzeitige Wohnungsleerstands-Entwicklung in folgenden Straßen/Siedlungen zu geben: BuRiAd-Siedlung (z.B. Butzstraße), Grollmannsweg, Speckestraße, Waterloostraße, Paul-Gerhardt-Straße und Karl-Schurz-Straße.

Thomas Tölch (SPD) gab zu bedenken, dass ein Rückbau viel Geld koste und dafür wieder öffentliche Mittel in die Hand genommen werden müssten. Isabella Knappmann teilte in diesem Zusammenhang mit, dass das Land NRW seit zwei Jahren eigens Fördermittel für Rückbau-Maßnahmen zur Verfügung stelle. "Aufgrund des demographischen Wandels wird der Bedarf an Mietwohnanlagen dramatisch zurückgehen", plädierte die Bezirksvertreterin dafür, dem Wohnungsmarkt "nicht erhaltenswerten Wohnraum zu entziehen."

Ganz überzeugt war SPD-Fraktionssprecher Werner Locker nicht: "Wir können 10 000 Anträge stellen. Wenn der Investor nicht will, passiert auch nichts."

 

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