CDU im Dortmunder Süden gegen zusätzliche A1-Abfahrt

Schwerter Pläne für Lichtendorf-Süd

„Die Ängste, dass der Verkehr zunimmt, sind grundsätzlich schon groß“, sagt Volker Mais von der CDU Sölde. Der Grund für die Besorgnis liegt nur wenige Hundert Meter Luftlinie entfernt. Die Raststätte Lichtendorf-Süd an der Autobahn 1, die praktisch die Grenze zwischen der Stadt Dortmund und der Stadt Schwerte ist.

LICHTENDORF

, 20.07.2017, 16:21 Uhr / Lesedauer: 2 min
CDU im Dortmunder Süden gegen zusätzliche A1-Abfahrt

Unten im Bild die Autobahn-Ratstätte Lichtendorf (rechts Süd). Hier soll, so der Plan der Stadt Schwerte, eine zusätzliche Autobahn Auf- und Abfahrt entstehen. Noch hat es erst Vorgespräche gegeben. Doch die Idee sorgt für Sorgenfalten im Dortmunder Süden.

Was hat eine Raststätte mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen zu tun?

Im Grunde erst einmal gar nichts. Nur soll die Raststätte Lichtendorf-Süd ausgebaut werden und in Folge dessen möchte die Stadt Schwerte dort eine weitere Autobahn- ab- und auffahrt errichten.

Und in wieweit betrifft das den Dortmunder Süden?

Die Abfahrt soll durch eine parallel zur A1 verlaufenden Straße auf die Sölder Straße führen. Damit ist dann auch die Tür geöffnet für mehr Verkehr in Richtung Sölde und Aplerbeck. Denn der Weg könnte eine willkommene Abkürzung sein in Richtung der B1. Die Befürchtung ist, dass der Süden im Verkehr ersticken wird. Auch sei die Idee der Schwerter, so Volker Mais, die neue Abfahrt an die Entlastungsstraße Am Eckey anzuschließen, die jetzt in einem Kreisverkehr kurz vor dem Ültje-Werk in Schwerte-Ost endet.

Wie weit sind die Pläne denn schon gediehen?

Noch nicht sehr weit. Der Rat in Schwerte hat das Projekt positiv verabschiedet. Ob es umgesetzt wird, ist aber noch fraglich. Erst müssen Prüfungen vonseiten des Bundes erfolgen.

 

Wie steht denn die Ortsunion Sölde/Sölderholz/Lichtendorf zu dem Thema?

Die Christdemokraten lehnen die Pläne vehement ab. Zudem habe man lange nichts aus Schwerte gehört. So hätten die letzten Gespräche zum Thema A1-Abfahrt vor vier Jahren stattgefunden, so Ortsunion-Vorsitzende Ute Mais. Außerdem sei so eine geplante Abfahrt für die Erschließung von Sölde, Sölderholz und Lichtendorf überhaupt nicht notwendig.

Warum will die Stadt Schwerte überhaupt eine weitere A1-Abfahrt?

Die B236 auf Schwerter Stadtgebiet sei überlastet, so zu lesen in einer Vorlage, die in der Ratssitzung im Mai diskutiert und beschlossen wurde. Der durch die Stadt geführte Verkehr käme zu Stoßzeiten fast zum Erliegen. Durch eine weitere Abfahrt könnten die Fahrzeuge, die aus Geisecke, Hennen oder Kalthof schnell und verträglich zur Autobahn geleitet werden. Zudem ist der geplante Anschluss in Lichtendorf auch Bestandteil eines vom Schwerter-Rat beschlossenem Mobilitätskonzeptes.

Gibt es denn noch weiter Gründe?

Ja. Da ist die IHK. Die möchte natürlich ihre Industriegebiete auf Schwerter Seite besser an das Autobahnnetz angeschlossen haben.

Wie geht das Thema denn nun weiter?

Vonseiten der Ortsunion gibt es die Hoffnung, dass für solch eine Planung überhaupt keine Finanzierung zustande kommt. Zudem fließe sehr viel Geld in den Ausbau der B 236 und zwei solcher Großprojekt auf Wunsch der Schwerter können sich Ute und Volker Mais nur schwer vorstellen.

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