CDU-Kritik an Flächenverbrauch

BOCHUM Der CDU Arbeitskreis Umwelt hat sich ausführlich mit dem Umweltbericht zum Entwurf des Regionalen Flächennutzungsplans (RFNP) beschäftigt. Folgenede Planungen stoßen seitens der CDU-Politiker auf erhebliche Bedenken:

12.11.2007 / Lesedauer: 2 min
CDU-Kritik an Flächenverbrauch

Mehr Grün möchte die CDU auch am Wilhelm-Leithe-Weg erhalten, um das Stadtklima nicht zu gefährden.

So soll eine etwa 17 ha große Grünfläche im Bereich des Wilhelm-Leithe-Weges zukünftig als Wohnbau- und Gewerbefläche ausgewiesen werden. „Dies würde zu erheblichen stadtklimatisch nachteiligen Beeinflussungen führen“, kritisiert CDU-Ratsmitglied Carsten Sökeland. Durch die Anbindung der bisherigen Grünflächen an die Bahntrasse, bieten sich hervorragende Luftaustauschmöglichkeiten. Bei einer Bebauung käme es zu einer Verschiebung vom Freilandklima zum Stadtklima. „Insbesondere vor dem Hintergrund der zu erwartenden klimatischen Erwärmung in den kommenden Jahren sind wir für den Erhalt der Grünfläche“, so Sökeland.

Keine U 35-Verlängerung

Südlich der Hochschule Bochum ist in der Planung eine ca. 8 ha große Erweiterungsfläche ausgewiesen. Diese Fläche grenzt direkt an die Naturschutzgebiete Kalwes und Königsbüscher Wäldchen und erfüllt selbst die Kriterien zur Ausweisung als Landschaftsschutzgebiet.

Die Verlängerung der U35 bis zur Hochschule Bochum lehnt die CDU ab. Bereits heute ist die Hochschule über die Haltestelle Lennershof hervorragend an die U35 angeschlossen. „Die erforderlichen Investitionen stehen im krassen Widerspruch zum wirtschaftlichen Nutzen. Zudem würde eine Verlängerung zur Hochschule Bochum den Druck zur Bebauung der südlich gelegenen Fläche potenzieren“, ist sich Ratsmitglied Carsten Sökeland sicher.

Wohnen statt Freiraum?

Auf die Palme bringt die CDU-Politiker die Ausweisung einer etwa 3,6 ha großen Grünfläche an der Kemnader Straße als Wohnbaufläche. Diese befindet sich fast ausschließlich im städtischen. Besitz. Carsten Sökeland: „Bei der Fläche handelt es sich nämlich um einen Teil der letzten großen, zusammenhängenden Freiräume mit hoher Wertigkeit insbesondere für den Biotop- und Artenschutz.“