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CDU stellt Datensicherung der Stadt in Frage

Haushaltssicherungskonzept

BOCHUM Wie genau nimmt es eigentlich die Stadtverwaltung mit der Sicherung sensibler Daten? Das fragt sich CDU-Ratsherr Hans Henneke - und hat in der Ratssitzung am Donnerstag um Antworten gebeten. Henneke befürchtet nämlich, dass die am Computer erstellte Originaldatei für das Haushaltssicherungskonzept (HSK) in der Verwaltung verloren gegangen ist.

von Von Christoph Walter

, 27.11.2009 / Lesedauer: 2 min
CDU stellt Datensicherung der Stadt in Frage

Manfred Busch

"Die Verwaltung hat den Fraktionsmitgliedern eine Datei zur Verfügung gestellt, in der händisch eingetragene Seitenzahlen auftauchen", erklärt Henneke und schlussfolgert: "Das bedeutet, dass es sich dabei um eine digitale Reproduktion bereits ausgedruckter Papierseiten handeln muss." Der CDU-Mann kann "nicht nachvollziehen, warum eine derart aufwendige Reproduktion notwendig war, die Arbeitskräfte bindet und Geld kostet. Warum hat man nicht einfach alle Dateien für das HSK am Computer zu einer Datei zusammengefügt?"

Eine solche, rein am Computer erstellte Gesamt-Datei hätte zudem den Vorteil gehabt, am PC automatisch nach einzelnen Stichwörtern in dem nur schwer zu überblickenden 600-Seiten-Werk zu suchen. Henneke: "Das ist so nicht möglich. Man muss die 600 Seiten ausdrucken - und dann fleißig blättern."

Eine ausführliche Antwort auf seine Anfrage bekommt er in einer der nächsten Ratssitzungen. Kämmerer Manfred Busch griff gestern auf Nachfrage schon etwas vor.Original-Daten sind vorhanden

"Die Original-Dateien sind vorhanden", beruhigt Busch. Weiter erklärt er, dass es im engen Zeitrahmen für die Erstellung des HSK nicht möglich gewesen sei, die dezentral in den Fachbereichen erstellten Maßnahmeblätter mit Dutzenden von Dateien zu einer Datei zusammenzufügen. "Die Einhaltung des strengen Zeitplans hatte Vorrang. Alles ausdrucken, händisch durchnummerieren und einscannen ging einfach schneller." Dass keine Stichwortsuche am PC möglich sei, bedauere er.